Besenbinder-Denkmal in Alpen-Bönninghardt. Foto: T. Traill
Piktogramm Barrierefrei

Highlightroute Bönninghardt

Rundtour mit kulturhistorischem Schwerpunkt durch das Dorf Bönninghardt auf dem gleichnamigen Plateau

Wegbeschreibung barrierearme Route Alpen-Bönninghardt

 

Barriereinfos
Breite/Belag Straßen 3-4m breit, Radwege ca. 1,5 m breit, durchgehend asphaltiert, Fahroberfläche gut bis sehr gut
Stufen/Schwellen über 3 cm Höhe mehr oder weniger gut abgesenkte Bordsteinkanten beim überqueren von Winnenthaler Straße, Bönninghardter Straße und ihrer Querungen
Schranken, Gatter/Gitterroste nein
Deutliche Wegebegrenzung (Kante/anderer Belag) ja, außer dort wo Radweg durch Einfahrten mit Straße verbunden
Steigung weitgehend eben, nur bei der Überquerung der Winnenthaler Straße 1-2m kurzfristiger Ab- und Wiederaufstieg
Neigung nein
Sicherheit (Straßenverkehr) ca. 85% wenig befahrene Straßen und Feldwege, 15% straßenbegleitender Radweg
Sitzmöglichkeit (Bank) Mindestens 5 (einschließlich Bushaltestellen)
Toilette in der Nähe Restaurant Heidehof
Toilette rollstuhlbefahrbar (ggf. Euro Schließsystem) in der Nähe Waldspielplatz Bönninghardt
ÖPNV Haltestelle in der Nähe Bushaltestelle Alpen Berg
Entfernung/Frequenz der Busse Die Haltestelle "Alpen Berg" liegt 50m neben dem Ausgangspunkt. Wochentags von ca. 6 bis 19 Uhr mindestens stündlich Buslinien BAL, 67, 37, 38, 9 und SB7 an 6 bzw. 10 Haltestellen zwischen einschl. Bönninghardt Kirche und Alpen Berg, an Wochenenden unregelmäßiger
Parkplatz in der Nähe  (ggf. Behindertenparkplatz) Parkplatz Waldspielplatz (östlich Pastor-Sanders-Weg)
Schutzhütte/Unterstand Bushaltestellen Alpen-Berg und mindestens 2 der Haltestellen an der Bönninghardter Straße
Nächster Gastropunkt barrierefrei (Zugänglichkeit, Toiletten, etc.) Landhaus Gietmann, Bilgenstr. 9, Alpen (fast barrierefrei)
Gesamturteil Barrierefreiheit gut

 

Die Route führt als Rundroute über das Plateau der Bönninghardt und durch das gleichnamige alte Besenbinderdorf, das sich darüber erstreckt. Sie nutzt ausschließlich asphaltierte Straßen und Radwege von bequemer Breite (mindestens 1 bis 2 Meter) und ist nahezu überall eben.

Sie beginnt am 5-Straßenstern Bönninghardter Straße/Flughafenweg/Mühlenweg/ Lindenallee, nur etwa 50 m entfernt von der Bushaltestelle „Berg“. Dort überquert zunächst man die Bönninghardter Straße (Achtung, Autoverkehr!) und fährt in den Flughafenweg ein. Gleich am Anfang der Straße kann man einem ersten Hörerlebnis lauschen: Vom Schein und Sein des Räubers Max Brinkhoff, der im 19. Jahrhundert hier im doppelten Sinne hauste, von manchen als Held verehrt, von anderen als skrupelloser Verbrecher gefürchtet.


Von hier geht es auf dem Flughafenweg weiter auf die Bönninghardt hinaus. Zunächst umgeben einen Wohnhäuser, dann weichen sie zunehmend Feldern. Nach knapp 600m ist kurz Vorsicht geboten: Hier überquert der Weg eine Hauptstraße, ebenfalls „Bönninghardter Straße“ genannt. Nach weiteren 600m muss ein asphaltierter Feldweg überquert werden, der jedoch kaum befahren ist. Noch einmal knapp 600m weiter endet der Weg in einer T-Kreuzung. Bei müden Beinen kann man hier nach links abbiegen und findet nach 60 m auf der rechten Straßenseite eine Sitzgelegenheit.


Die Route biegt jedoch nach rechts ab auf den Hoerstgener Weg. Dieser verläuft zwischen Wohnhäusern rechts und der typischen Bönninghardter Landschaft links, einem Mosaik aus Feldern und Nadelwäldern. Nach 150, 350 und 550m muss man jeweils einer Verkehrsinsel am rechten Straßenrand ausweichen. Nach ca. 800 m erreicht man eine Kreuzung mit der Hauptstraße „Bönninghardter Straße“ (Achtung, Verkehr! s.o.). Hat man diese vorsichtig überquert, geht es auf einem Radweg entlang der Bönninghardter Straße nach links weiter.


Man fährt nun durch den Kern des Dorfes Bönninghardt. Nach knapp 400m gelangt man zu einer Kreuzung mit der Winnenthaler Straße. Kurz vorher sollte man auf Höhe der evangelischen Kirche anhalten, um einem Hörerlebnis zu lauschen: Man betritt dazu das Kirchengelände und geht einige Meter auf einem Sandweg neben der Kirche her, bis man zum Denkmal des Besenbinders „Blumme-Fritz“ gelangt. Dort kann man sich beim Zuhören in das harte Bönninghardter Leben in der Zeit vor der Eisenbahn ausmalen, als der Broterwerb vom Besenbinden und einer kümmerlichen Landwirtschaft abhing.


Nachdem man die Winnenthaler Straße überquert hat (Achtung, Verkehr!), kann man sich bei Bedarf im Gasthof Thiesen stärken, der gleich als erstes Haus auf der anderen Straßenseite liegt. Ansonsten geht es weiter geradeaus entlang der Bönninghardter Straße. Nach knapp 600m ist die wenig befahrene von-Laer-Straße zu überqueren. Fährt man in diese ein, liegt auf ihrer linken Seite sofort der Waldspielplatz Bönninghardt, neben dem sich auch ein Parkplatz befindet.


Die Route verläuft jedoch weiter entlang der Bönninghardter Straße. Nach weiteren 300 bis 400m biegt sie nach rechts auf den Pastor-Sanders-Weg ab. Vorher sollte man noch einen kurzen Abstecher zum Museum Plaggenhütte machen, das 150m weiter auf der rechten Seite der Bönninghardter Straße liegt. Wort, Schrift und Bauwerke halten hier die Geschichte der Bönninghardt seit ihrer Besiedlung im 18. Jahrhundert fest. In Höhe des Pastor-Sanders-Weges kan

 

n man auch die Bönninghardter Straße überqueren (Achtung, Verkehr! s.o.) und im Restaurant Heidehof für das leibliche Wohl sorgen. Hier liegt zudem die Bushaltestelle „Kirche“.


 

Auf dem Pastor-Sanders-Weg ist nur mit wenig Verkehr zu rechnen und der Lärm der Bönninghardter Straße ist bald nur noch entfernt zu hören. Man folgt dem Weg, bis er auf die von-Laer-Straße trifft, auf der es dann nach links weitergeht. Nach weiteren 300m biegt man nach rechts auf den Haagschen weg ab. Auch hier lohnt sich vorher ein Abstecher von ca. 80m weiter auf der von-Laer-Straße, denn dort erzählt ein drittes Hörerlebnis von den Ursprüngen der Bönninghardt, die wie einige andere Höhenzüge des Niederrheins von den riesigen Gletscher der Eiszeit aufgetürmt wurde.

 

 

Auf dem Haagschen Weg geht es ca. 600m geradeaus weiter, bevor die Winnenthaler Straße überquert werden muss. Hier ist mit Blick auf den z.T. schnellen Verkehr erhebliche Vorsicht geboten: Man sollte frühzeitig absteigen, denn die Straße liegt in einer 1 bis 2 Meter tiefen Senke, sodass man unkontrolliert auf sie hinunterrollt, wenn die Bremsen nicht greifen. Auch muss an beiden Straßenrändern eine Unebenheit von einigen Zentimetern überwunden werden und nach der Überquerung folgt sofort der Anstieg zurück auf das Umgebungsniveau.

 

Nun geht es in gleicher Richtung auf dem Mühlenweg weiter. Von hier aus hat man nach links zwischen den Bäumen immer wieder halb verstellte Weitblicke ins Alpener Tal. Die Veener Kirche ist als Turm in der Ferne zu sehen. Haagscher Weg und Mühlenweg sind der entspannteste Teil der Rundfahrt, da man Autos und Häuser weitgehend hinter sich gelassen hat. Nur wenige Wohnbauten säumen die Straße, die als ruhige Parallelstrecke der Bönninghardter Straße zurück zum Startpunkt führt. Ca. 600m nach der Kreuzung mit der Winnenthaler Straße erlaubt eine letzte Sitzbank die Rast im Stillen. 750m danach überquert man den eher wenig befahrenen Höhenweg und nach einem weiteren Kilometer zwischen Häusern, Wiesen und dem bewaldeten Osthang der Bönninghardt ist man zurück am Ausgangspunkt.

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