Der Moorfrosch

Moorfrösche im Gewässer

Der Moorfrosch wirkt an sich ziemlich unscheinbar, doch zur Paarungszeit legt er sich richtig ins Zeug um die Weibchen für sich zu gewinnen – er wechselt die Körperfarbe für wenige Tage von braun in himmelblau.

Die Route führt uns durch den Diersfordter Wald, einem wertvollen Waldkomplex auf großen Binnendünen im Norden Wesels. Wenn man an dieser Weggabelung im Frühjahr mal genau auf die Geräusche im Umfeld achtet, kann man fast glauben neben einem Whirlpool zu stehen. Das sind Moorfrösche. Tatsächlich! Mit Hilfe ihrer beiden Schallblasen erzeugen Moorfrösche diese blubbernden Laute. Diese sind allerdings sehr leise, man muss also schon genau hin hören.

Der Moorfrosch gehört zur Gruppe der Braunfrösche und ähneln dem verwandten und bei uns häufigeren Grasfrosch, der so manchem Gartenteich-Besitzer bekannt sein dürfte. Aber zur Paarungszeit im zeitigen Frühjahr ist keine Verwechslung mehr möglich: Die blauviolette Färbung der Moorfrosch-Männchen ist bei den heimischen Amphibienarten einmalig. Ebenfalls der blubbernde Paarungsruf.

In den tieferen Bereichen und Mulden der Binnendünen haben sich Feuchtheiden und saure Moore entwickelt. Für solche nährstoffarmen, leicht sauren und flachen Gewässer, die sich im Frühjahr schon bei geringer Sonneneinstrahlung erwärmen haben Moorfrösche eine besondere Vorliebe. Leider sind derart geeignete Lebensräume mittlerweile sehr selten geworden, der Moorfrosch daher stark gefährdet.

Eine gute Chance Moorfrösche zu hören hat man auch an anderer Stelle im Diersfordter Wald: Auf den Rundwanderwegen am Schwarzen Wasser und am Großen Veen – „hören“ Sie doch mal vorbei!

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