Eine imposante Erscheinung – der Uedemer Hochwald

Blick auf den Uedemer Hochwald, Foto: L. Biere

Der Uedemer Hochwald ist schon von weitem zu sehen. Das liegt daran, dass dieses große Waldgebiet auf einem Höhenrücken in der ansonsten flachen niederrheinischen Landschaft liegt. Die Gründe für die markante Lage reichen weit zurück: Während der vorletzten Eiszeit schoben sich die Gletscher aus dem Norden bis an den Niederrhein vor. Vom Niederrhein war damals noch längst nicht die Rede – Eis beherrschte unsere Breiten. Die ungeheuren Massen gefrorenen Wassers konnten ganze Landmassen wie Skandinavien herunterdrücken und Täler in Berge schneiden. Auf ihrem Weg nach Süden schoben die Gletscher unvorstellbare Mengen Steine, Felsen und Sand vor sich her, das vor der Gletscherzunge eine Art Wall bildete. Irgendwann hörte der Vormarsch des Eises allerdings auf. Es wurde wärmer, das Eis schmolz langsam und landete endlich in den Meeren. Als Spur blieben die Materialberge zurück, die es vor sich her gedrückt hatte. Auf einem solchen Materialberg befindet sich der Uedemer Hochwald. Und nicht nur die Lage ist besonders: Der Uedemer Hochwald ist Naturschutzgebiet und unterliegt darüber hinaus als sogenanntes FFH-Gebiet noch  einem besonderen Schutz. FFH bedeutet Fauna, Flora, Habitat – lateinisch für Tierwelt, Pflanzenwelt und Lebensraum. FFH-Gebiete sind Teil des EU-weiten Programms zum Erhalt besonderer Lebensräume und Arten. Hier im Uedemer Hochwald sind die Eichen- und Buchenwälder besondere Lebensräume. Sie beherbergen eine Vielzahl von Arten, darunter einige gefährdete Vogelarten. Mehr zu den ganz besonderen Geheimnissen des Uedemer Hochwaldes erzählen wir Ihnen auch in den Hörerlebnissen zu Kolkraben und Biotopbäumen im Uedemer Hochwald! 

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