Ausblick in die Niersaue

Die Niers ist von der Quelle bei Mönchengladbach bis zu ihrer Mündung in die Maas bei Gennep in den Niederlanden rund 100 Kilometer lang. Bevor sie die niederländische Grenze erreicht, fließt sie auch durch das Stadtgebiet von Goch. Dort kann man an einigen Stellen einen schönen Blick in die Niersaue genießen. In der Aue liegen Wiesen und Weiden, die zum Teil noch blütenreich sind und damit Nahrung für zahlreiche Insekten bereithalten. Solche Flächen sind selten geworden und damit umso wichtiger.

Bäume und  Gehölzgruppen gliedern das Landschaftsbild, darunter auch Kopfbäume, die jahrhundertelang vom Menschen genutzt wurden – zum Flechten und Binden oder  als Viehfutter und Brennholz. Was wir hier sehen ist also keine unberührte Natur, sondern vom Menschen gestaltete Kulturlandschaft. Über lange Zeiträume entstanden und durch viele verschiedene Strukturen und Nutzungen reich an Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Doch die Kulturlandschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten drastisch verändert, der Trend geht zu großflächigen und immer intensiveren Nutzungen und immer mehr Bebauung. Eine strukturreiche Kulturlandschaft zu erhalten, ist sicherlich eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.

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