Vom Lernen und Leben in historischen Gemäuern - Gaesdonck

Collegium Augustinatum in Gaesdonk, Foto: J. Amshoff
Kreuzgang mit Namensschildern der Abiturienten, Foto: J. Amshoff
Kreuzgang mit Bildern zur Geschichte der Kirche, Foto: J. Amshoff
Ehemaliger Speisesaal, Foto: J. amshoff
Alte Holztür im Kreuzgang, Foto: J. Amshoff
Kirche aus dem Innenhof des Kreuzgangs fotografiert, Foto: J. Amshoff
Ehemaliger Speisesaal, Foto: J. Amshoff
Kirche mit Blick auf die Orgel, Foto: J. Amshoff
Kreuzgang, Foto: J. Amshoff
Eingangstür zur Kirche, Foto: J. Amshoff
Kreuzgang mit Namensschildern der Abiturienten, Foto: J. Amshoff
Kreuzgang mit altem Grabstein im Boden, Foto: J. Amshoff
Blick auf den Chorraum, Foto: J. Amshoff
Kreuzgang mit Treppe zur alten Bibliothek, Foto: J. Amshoff

An kaum einem anderen Ort sind Geschichte und Moderne so miteinander verwoben, wie am Collegium Augustinianum Gaesdonck. Das katholische Gymnasium und Internat für Mädchen und Jungen verfügt über eine eigene Kunst- und Musikschule, eine Junior Business School und ein vielfältiges Sportangebot auf dem Platz, in der Halle und im eigenen Schwimmbad.

Ein wichtiges Bindeglied zwischen Geschichte und Moderne sind die christlichen Werte. Die Anlage wurde 1406 als Augustiner Chorherrenkloster gegründet - damals wie heute zum Lernen und Musizieren. Zwar wurde das Kloster Gaesdonck 1802 säkularisiert, das heißt seiner kirchlichen Bedeutung entzogen, doch die Chorherren kauften später das Anwesen zurück und vermachten es dem Bistum Münster. So wurde die Gaesdonck in ein bischöfliches Colleg verwandelt. Bis in die Gegenwart hinein ist die Gaesdonck eine Bildungseinrichtung mit einer besonderen Bedeutung der christlichen Werte geblieben. Die einzigen Unterbrechungen des Schulbetriebes wurden verursacht durch den Kulturkampf Bismarcks am Ende des 19. Jahrhunderts und die Zerstörung der Klosteranlagen während des Zweiten Weltkriegs.

Eines der wenigen Gebäude, das heute nahezu in seiner ursprünglichen Form erhalten ist, ist die große Kirche – das Zentrum des Glaubens für alle Collegiumbewohner. Gleiches gilt für den Südflügel der Klosteranlage, der an die Kirche anschließt und in dem  die Gaesdoncker Klosterbibliothek, mit u.a. Bändern und Handschriften aus dem ehemaligen Chorherrenkloster und dem ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Graefenthal, untergebracht ist. Andere Teile der Klosteranlage wurden mit der Zeit verändert oder mussten nach dem Weltkrieg neu aufgebaut werden.

In diesem mittelalterlichen Gemäuer ist die Lernatmosphäre ganz besonders. Doch auch die umliegende Natur kann sich sehen lassen. Wie ein Mantel schmiegen sich alte Laubbäume um die Klosteranlage und zwischen den Bäumen und Wiesen hindurch fließt der Bach Kendel, der entscheidend zur Namensgebung des Collegiums beigetragen hat. „Gaes“, das ist der niederfränkische Name für Bach, und „donck“ (=Hügel) beschreiben die Lage des altehrwürdigen Gemäuers äußerst treffend.

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Quelle: www.gaesdonck.de: Gymnasium Gaesdonck in Goch. https://www.gaesdonck.de/ (Zugriff am 18.11.2016).