Demeterhof Büsch – ein Biobauernhof zum Erleben

Lieferkiste des Demeterhof Büsch, Foto: Demeterhof Büsch
Hühner-Mobilställe mit Auslauf, Foto: J. Amshoff
Hühner im Auslauf, Foto: J. Amshoff
Frisch ausgemachte Kartoffeln, Foto: Demeterhof Büsch
Henne im Nest, Foto: Demeterhof Büsch
Mutterkuh mit Kälbern im Stall, Foto: Demeterhof Büsch
Verschiedene Chillisorten, Foto: J. Amshoff
Demeterschild am Hof, Foto: J. Amshoff
Die Betreiber des Hofs Johannes und Barbara Büsch, Simone Schmitz und Daniel Schewe, Foto: Demterhof Büsch

Die Vielfalt an Biohöfen ist riesig. Vom Apfelanbau über Rosenzucht bis hin zur Tierhaltung gibt es ganz verschiedene Ausrichtungen. In Deutschland wirtschaften mehr als 23 000 Betriebe nach ökologischen Richtlinien.  Außerdem gibt es Verbände, denen sich die Betriebe anschließen können. Der Demeter e.V. ist der älteste Bioverband in Deutschland und geht in seinen Richtlinien weit über die Vorgaben der europäischen und deutschen Öko-Verordnungen hinaus. Aber was bedeutet das eigentlich? Um allen Interessierten einen Einblick zu ermöglichen, wurden über 200 Höfe vom Bundesministerium  zu Demonstrationsbetrieben ernannt. Hier können Besucher aus nächster Nähe erfahren, wie Ökolandbau funktioniert.

Auch der Demeterhof Büsch ist ein solcher Demonstrationsbetrieb. Bei Führungen über den Hof und die Felder geben die Gründer Barbara und Johannes Büsch, sowie die Hofnachfolger Simone Schmitz und Daniel Schewe ihr Wissen und ihre Philosophie gerne weiter. Der Betrieb umfasst auch Grünland auf Naturschutzflächen in der Kendelniederung, auf denen die 20 Mutterkühe des Hofes mit ihrer Nachzucht weiden. Im Winter stehen die Kühe im Offenstall. Die 1100 Legehennen des Hofs hingegen wandern in fünf Mobilställen über die Grünlandflächen. Etwa einmal in der Woche werden die Ställe versetzt, damit die Hennen immer frisches Grün haben und die Grasnarbe intakt bleibt. Wussten Sie, dass Hühner auch in freier Wildbahn nicht am selben Ort bleiben? Das Versetzen der Mobilställe entspricht so dem natürlichen Weiterziehen der Tiere im Buschsaum.

Die 46 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche des Betriebs besteht jeweils zur Hälfte aus Ackerland und Grünland. Auf knapp 1 ha Ackerland wird eine große Gemüsevielfalt für die Direktvermarktung angebaut. Neben dem Futter für die Kühe und Hühner werden auf den Ackerflächen verschiedene Feldfrüchte, wie Kartoffeln, Weizen und Roggen angebaut. Vermarktet wird hauptsächlich über die Direktvermarktung – über den Hofladen und den regionalen Lieferservice.

Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge und der Anbau stickstoffsammelnder Pflanzen helfen dabei, den Boden zu schonen und damit die Bodenqualität langfristig zu erhalten. Leitgedanke des ökologischen Landbaus ist ein möglichst geschlossener Betriebskreislauf. Das heißt, dass Ackerbau und Viehhaltung ineinandergreifen und aufeinander aufbauen. Zum Beispiel wird der Dung der Tiere auf die Felder zurückgeführt und dient so auch der weiteren Produktion von Futtermitteln.  Durch den Verzicht auf chemisch-synthetisch hergestellte Düngemittel sowie Pflanzenschutzmittel wird die Umwelt schon bei der Produktion der Lebensmittel geschont. Natur und Umweltschutz werden somit im Ökolandbau besonders ernst genommen.

Ein Besuch beim Demeterhof Büsch lohnt sich auf jeden Fall! Ob zu einer individuellen Führung nach Absprache, zum Einkaufen im großen Hofladen oder für einen Spaziergang zu den Tieren oder zum Entspannen in der Kaffeeecke, hier ist für jeden etwas dabei.

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