Wasser vom Niederrhein - stets verfügbar

Hinter der Baumreihe liegen die Flachbrunnen.

An Rhein und Lippe gibt es zahlreiche Brunnenanlagen, die die Ablagerungen der Flussauen als Grundwasserspender nutzen. Sie gehören, wie hier, zu den eher unauffälligen Bestandteilen unserer Infrastruktur.

Zwischen den Rheinberger Stadtteilen Borth und Wallach liegt eine sogenannte Brunnengalerie, die aus mehreren einzelnen Brunnen besteht. Das Chemieunternehmen Solvay fördert hier Wasser zu gewerblichen Zwecken.

Die Brunnen der privaten Wassergewinnungsanlage haben eine Tiefe von 20 bis 23 Meter. Sie zapfen das oberflächennahe, erste Grundwasserstockwerk an.

Dieses Grundwasserstockwerk ist ein Speicher, der sich stetig wieder füllt. Niederschlagswasser versickert und dringt dabei durch Sand und Kies, wobei alle „dreckigen“ Bestandteile, die wir sonst nach einem Regenguss in Pfützen oder in schlammigen Senken sehen können, herausgefiltert werden.

Wo das Wasser beim Versickern auf eine undurchlässige Schicht, z.B. aus Ton, trifft, sammelt es sich in den vielen kleinen Zwischenräumen der Sand- und Kiesschichten und bewegt sich langsam in Richtung des stärksten Gefälles, oder dorthin, wo es „abfließen“ kann. In unserem Fall ist dies der Rhein. So strömt das Grundwasser im Raum Rheinberg unterirdisch langsam dem Rhein zu, und kann an zahlreichen Stellen genutzt werden.

Der Untergrund am Niederrhein ist einer der ergiebigsten Grundwasser­speicher und -spender Deutschlands: die abgelagerten Kiese, Sande und Lehme, die der Rhein in der Eiszeit aufgeschottert hat, enthalten in der Tiefe große, immer wieder neu gebildete Vorräte an vorgereinigtem Wasser.

in Karte anzeigen