Sie stehen hier auf dem Rheinberger Marktplatz, und die prächtigen historischen Gebäude aus verschiedenen Epochen bezeugen seine jahrhundertelange Bedeutung. Der Marktplatz  war zusammen mit dem angrenzenden Holz- und Fischmarkt das Rheinberger Handelszentrum. Hier lebten wohlhabende Patrizier mit Einfluss in repräsentativen Stadthäusern. Im Haus „Im Scheffel“ am Holzmarkt etwa wurde für Notzeiten Getreide gelagert. Und die großen Gewölbekeller des heutigen Hotels am Fischmarkt zeugen von der besonderen Bedeutung der ursprünglichen Gebäude. Besonders sehenswert ist die Fassade des  Hauses „Zum Weißen Raben“, das im 16./17. Jh. im Stil des Niederländischen Barock erbaut wurde. Auch das spätgotische Rathaus aus dem 15. Jahrhundert ist als eines der ältesten Rathäuser am Niederrhein beeindruckend, genauso wie die St.-Peter-Kirche, die auf eine über 900-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Die Fischmarktpumpe am Fischmarkt ist nicht nur sein Wahrzeichen, sondern Zeugnis der langen Tradition der Pumpennachbarschaften. Diese waren Zusammenschlüsse von Nachbarn, die gemeinsam Brunnen und später Pumpen unterhielten. Dabei ging es nicht nur um die wichtige Versorgung mit sauberem Trinkwasser, sondern auch um schnelle Hilfe bei den häufigen Stadtbränden. Die Nachbarschaften waren und sind bis heute Notgemeinschaften in allen Lebenslagen. Aber auch das gemeinsame Feiern der Pumpenkirmes und aller Feste ist wichtiger Bestandteil des nachbarschaftlichen Lebens. Die Pumpennachbarschaft zum Fischmarkt von 1788 ist übrigens die älteste nachweisbare Pumpennachbarschaft in Rheinberg.

Eine Firma nahm die Rheinberger Tradition des Gewerbes und Handels im 19. Jahrhundert besonders erfolgreich auf und schrieb damit eine bis heute anhaltende Erfolgsstory. Nach dem Vorbild des holländischen „Boonekamp“ kreierte Hubert Underberg 1846 seine eigene Rezeptur für einen Kräuterdigestif, der schnell zu einem Verkaufsschlager wurde. Das imposante Stammhaus ließen der Firmengründer Hubert Underberg und seine Frau Katharina Albrecht in den Jahren 1869 bis 1874 bauen. Und wenn Sie einen würzig-aromatischer Kräuterduft schnuppern, dann ist wohl gerade wieder die bis heute geheime Kräutermischung durch die Familie Underberg angesetzt worden.

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Historisches Rheinberg

Sie stehen hier auf dem Rheinberger Marktplatz, und die prächtigen historischen Gebäude aus verschiedenen Epochen bezeugen seine jahrhundertelange Bedeutung. Der Marktplatz  war zusammen mit dem angrenzenden Holz- und Fischmarkt das Rheinberger Handelszentrum. Hier lebten wohlhabende Patrizier mit Einfluss in repräsentativen Stadthäusern. Im Haus „Im Scheffel“ am Holzmarkt etwa wurde für Notzeiten Getreide gelagert. Und die großen Gewölbekeller des heutigen Hotels am Fischmarkt zeugen von der besonderen Bedeutung der ursprünglichen Gebäude. Besonders sehenswert ist die Fassade des  Hauses „Zum Weißen Raben“, das im 16./17. Jh. im Stil des Niederländischen Barock erbaut wurde. Auch das spätgotische Rathaus aus dem 15. Jahrhundert ist als eines der ältesten Rathäuser am Niederrhein beeindruckend, genauso wie die St.-Peter-Kirche, die auf eine über 900-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Die Fischmarktpumpe am Fischmarkt ist nicht nur sein Wahrzeichen, sondern Zeugnis der langen Tradition der Pumpennachbarschaften. Diese waren Zusammenschlüsse von Nachbarn, die gemeinsam Brunnen und später Pumpen unterhielten. Dabei ging es nicht nur um die wichtige Versorgung mit sauberem Trinkwasser, sondern auch um schnelle Hilfe bei den häufigen Stadtbränden. Die Nachbarschaften waren und sind bis heute Notgemeinschaften in allen Lebenslagen. Aber auch das gemeinsame Feiern der Pumpenkirmes und aller Feste ist wichtiger Bestandteil des nachbarschaftlichen Lebens. Die Pumpennachbarschaft zum Fischmarkt von 1788 ist übrigens die älteste nachweisbare Pumpennachbarschaft in Rheinberg.

Eine Firma nahm die Rheinberger Tradition des Gewerbes und Handels im 19. Jahrhundert besonders erfolgreich auf und schrieb damit eine bis heute anhaltende Erfolgsstory. Nach dem Vorbild des holländischen „Boonekamp“ kreierte Hubert Underberg 1846 seine eigene Rezeptur für einen Kräuterdigestif, der schnell zu einem Verkaufsschlager wurde. Das imposante Stammhaus ließen der Firmengründer Hubert Underberg und seine Frau Katharina Albrecht in den Jahren 1869 bis 1874 bauen. Und wenn Sie einen würzig-aromatischer Kräuterduft schnuppern, dann ist wohl gerade wieder die bis heute geheime Kräutermischung durch die Familie Underberg angesetzt worden.

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