Wie hat man früher gezeigt, wo die Grenze von einem Land liegt?

Heute kann man schnell Zäune bauen, aus Stachel-Draht und Maschen-Draht.

Aber früher gab es noch keinen Draht.

Steine waren sehr teuer.

Und Holz brauchte man schon für vieles andere.

Also schaufelten die Menschen einen Graben.

Und aus der Erde von dem Graben machte man daneben einen hohen Wall.

Auf den Erdwall pflanzte man viele Büsche mit Dornen.

Das alles war sehr viel Arbeit.

Denn die Menschen hatten noch keine Bagger.

Nur Schaufeln.

Aber es lohnte sich.

Denn danach hatte man eine gute Grenze.

Da konnte niemand so leicht durch.

Besonders, wenn der Graben auch noch voll Wasser lief.

Die Gräben mit den Wällen daneben nennt man Landwehr.

Manche von den Landwehren gibt es heute noch.

Vor allem die Wälle.

Sie sind heute geschützt.

Oft sind sie ein guter Lebensraum für Tiere.

Und manche Landwehren sind sehr gute Spazierwege.

Da ist der Boden immer schön trocken.

Und man hat eine gute Aussicht.

Zurück

Die Landwehren

Mehr erfahren

Früher stand hier auf dem Deich ein kleines Häuschen.

Das war ein gruseliger Ort.

Denn darin lagen manchmal tote Menschen.

Deshalb hieß es auch: „Toten-Häuschen“, oder „Leichen-Häuschen“.

Wieso brachte man denn tote Menschen hier auf den Deich?

Nun, das waren Menschen, die man tot am Ufer vom Rhein gefunden hatte.

Der Rhein ist ein großer, gefährlicher Fluss.

Manchmal passiert es noch heute, dass Menschen im Rhein ertrinken.

Man darf auf keinen Fall darin schwimmen!

Früher sind noch viel mehr Menschen im Rhein ertrunken.

Vor allem bei Unfällen auf Schiffen.

Oder wenn es auf einem Schiff ein Feuer gab.

Heute kommt dann schnell ein Rettungs-Boot.

Das ging früher noch nicht.

Und so sind öfters Menschen ertrunken.

Dann brachte man sie hier in dieses Häuschen.

Bis zu ihrer Beerdigung.

Heute gibt es das Häuschen nicht mehr.

Inzwischen gibt es dafür spezielle Leichenhallen auf Friedhöfen.

Aber der große Gedenk-Stein hier soll uns an die Opfer des Rheins erinnern.

Zurück

Das „Leichen-Häuschen“

Mehr erfahren

Hirschkäfer sind leider sehr selten.

Sie brauchen nämlich altes Holz.

Zum Beispiel einen umgefallenen Baum.

In dem Holz leben sie jahrelang, bevor sie erwachsen sind.

In vielen Wäldern gibt es aber kaum altes Holz.

Alles Holz wird weggeräumt und verkauft.

Im Diersfordter Wald ist das zum Glück anders.

Hier gibt es jede Menge totes Holz.

Und darin leben viele Insekten.

Wenn man ganz viel Glück hat, kann man hier einen Hirschkäfer sehen.

Es gibt auch alte Bäume mit Höhlen.

Die Höhlen werden von Spechten gebaut.

Und darin wohnen dann nach dem Specht auch andere Tiere.

Zum Beispiel Fledermäuse.

Hier im Wald leben seltene Vögel wie der Kolkrabe.

Manchmal sieht man hier auch Wildschweine und Hirsche.

Wo keine Bäume stehen leben wieder andere Tiere.

Zum Beispiel Eidechsen

Und es gibt Gewässer.

Hier brüten Enten und Gänse.

Es gibt seltene Libellen und Moorfrösche.

Eine wirklich schöne Landschaft.

Zurück

Diersfordter Wald

Mehr erfahren

Vor über 100 Jahren bohrte man hier ein tiefes Loch.

Man wollten in der Erde nach Kohle suchen.

Aber Kohle gab es hier nicht.

Dafür aber haben die Menschen etwas anderes gefunden – nämlich Salz.

Tief im Boden steckt hier ganz viel Salz.

Das ist mindestens genauso wichtig und wertvoll wie Kohle.

Man braucht es für sehr viele Dinge, nicht nur zum Essen.

Deshalb gibt es hier ein riesiges Salz-Bergwerk.

Da wird das Salz abgebaut, also aus der Erde geholt.

Hier arbeiten viele Menschen.

Sie sprengen immer ein Stück von der Salz-Schicht weg.

Dann haben sie ganz viele Salz-Brocken.

Das Salz wird in den Fabriken weiter verarbeitet.

Zum Beispiel zu Streusalz für die glatten Straßen im Winter.

Zurück

Salzbergbau

Mehr erfahren

Dünen kennen wir vom Strand am Meer.

Große Hügel aus Sand.

Zum Beispiel an der Nordsee.

Oder auch in der Wüste.

Aber hier?

Hier gibt es doch sicher keine Dünen?

Doch, die gibt es.

Wir können sie nur nicht so gut erkennen.

Denn auf den Dünen hier wachsen Bäume.

Hier am Wald, wo es hoch geht, fangen die Dünen an.

Aber wieso gibt es hier Dünen?

Das liegt an der Eiszeit.

Die war vor sehr langer Zeit.

Da war die Landschaft hier noch ganz wild.

Es gab ein breites Fluss-Tal.

Der kalte Wind wehte über das Tal.

Er wirbelte viel Sand hoch.

Und der Sand lagerte sich am Rand ab.

Und das sind unsere Dünen.

Heute ist der Fluss längst nicht mehr so breit wie damals.

Und er ist weit, weit weg von hier.

Heute nennt man ihn...

Richtig, heute nennt man ihn „Rhein“.

Zurück

Dünen aus der Eis-Zeit

Mehr erfahren

Wir stehen hier an einer Schleuse.

Schleusen sind wichtig, denn sie schützen vor Hochwasser.

Hier die Bärenschleuse ist schon sehr alt.

Schon fast 400 Jahre.

Sie half der Stadt Wesel früher bei der Versorgung mit Wasser.

Mit Bären hat die Schleuse hier nichts zu tun.

„Bär“ ist einfach ein altes Wort für „Sperre“.

Für uns Menschen ist die Schleuse also gut.

Aber für Fische ist sie schlecht.

Sie kommen nicht durch die Schleuse.

Und Fische können ja nicht klettern.

Die Fische müssen aber den Fluss hoch und runter schwimmen.

Das gehört zu ihrem Leben.

An manchen Stellen im Fluss finden sie viel zu fressen.

Und an anderen, ruhigen Stellen legen sie die Eier ab.

Deshalb hat man sich hier etwas ausgedacht.

Man hat eine Fischtreppe gebaut.

Das ist keine echte Treppe.

Die Wasserbecken sind wie eine Treppe gebaut.

Jedes Becken ist ein bisschen höher als das davor.

Dann können die ganzen Wassertiere über die Becken nach oben schwimmen.

Das funktioniert super!

 

Zurück

Die Bärenschleuse

Mehr erfahren

Seit vielen 100 Jahren kommen Menschen nach Marienbaum.

Von nah und fern reisen sie zu der Kirche.

Denn sie wollen hier zu Maria beten.

Marienbaum ist nämlich ein besonderer Ort, mit einer alten Geschichte von einem Wunder:

Es lebte einmal ein Hirte.

Der hatte ein krankes Bein und konnte nicht mehr richtig laufen.

Da träumte er von einem besonderen Baum.

Der war wie eine Treppe gewachsen.

Oben zwischen den Ästen stand eine Holzfigur von Maria.

Als der Hirte wieder wach war, suchte er den Baum.

Und tatsächlich – der Hirte fand den Baum mit der Figur von Maria hier an diesem Ort.

Er betete zu Maria, und sein Bein wurde wieder gesund.

Die Geschichte von dem Wunder sprach sich schnell herum.

Und immer mehr Menschen kamen hierher, um zu Maria zu beten.

Deshalb gibt es hier auch die schöne Kirche.

Und deshalb heißt das Dorf Marienbaum.

Zurück

Wallfahrt Marienbaum

Mehr erfahren

Fledermäuse fliegen nur abends und nachts.

Und nur im Sommer.

Im Winter halten die Tiere Winterschlaf.

Dann hängen viele Fledermäuse ganz dicht zusammen.

So ist es wärmer.

Auch im Sommer leben viele Fledermäuse zusammen.

Die Weibchen kümmern sich dann gemeinsam um ihre Babies.

Nachts gehen die Fledermäuse auf die Jagd.

Sie sind sehr gute Jäger.

Sie können eine Mücke oder einen Falter direkt im Flug schnappen.

Fledermäuse brauchen ruhige, dunkle Wohnorte.

Am besten sind Höhlen oder Spalten in alten Bäumen.

Oder alte Dächer von Häusern oder Kirchen, wo die Tiere gut hinein und hinaus fliegen können.

Heute gibt es leider immer weniger gute Wohnorte für Fledermäuse.

Deshalb sind viele Fledermäuse heute gefährdet.

Hier im Kreis Wesel hat man jetzt in Kirchendächern neue Wohnplätze geschaffen.

Und das hat sich gelohnt.

Es gibt wieder mehr Fledermäuse.

Die Tiere fühlen sich hier also sehr wohl.

 

Zurück

Fledermäuse

Mehr erfahren