Haus Rodehorst ist ein Haus mit einer langen Geschichte.

Es gehört heute Privat-Leuten.

Sie haben es sehr schön hergerichtet.

Man kann es nicht von innen anschauen.

Aber manchmal kommen hier viele Besucher.

Dann finden hier sehr gute Konzerte statt mit klassischer Musik.

Vor ganz langer Zeit war es hier nicht so ruhig und friedlich.

Es gibt eine alte Geschichte.

Aus einer Zeit, lange bevor es das heutige Haus gab.

Damals soll hier ein Ritter gelebt haben.

Man nannte ihn: den „Argen Ritter Rowatasche“.

In der Stadt Bocholt hatte er Feinde

Sie zerstörten das Haus von dem Ritter.

Was aus dem Ritter Rowatasche geworden ist, weiß man nicht.

Aber seine Geschichte erzählen die Menschen noch heute.

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Ein Ritter und schöne Konzerte

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Bei Hochwasser sieht hier alles ganz anders aus.

Da wo vorher Wiesen waren, ist plötzlich Wasser.

Manchmal schauen einzelne Bäume daraus hervor.

Und manchmal sind auch Häuser vom Wasser umgeben.

Die Gebäude stehen da auf Hügeln.

Wie kleine Inseln.

Und die Hügel haben die Menschen extra dafür aufgeschüttet.

Weil sie genau wissen, dass hier manchmal alles überschwemmt wird.

Diese Hügel nennt man „Warft“.

Menschen die an großen Flüssen wohnen, sind an die Hochwasser gewöhnt.

Sie wissen: Manchmal können sie nur mit dem Boot zu ihrem Bauernhof fahren.

Manchmal müssen die Kinder sogar mit dem Boot zur Schule fahren.

Hier auf der Bislicher Insel stehen auch Höfe auf Warften.

Früher war hier öfters mal alles überflutet.

Das war für die Menschen normal.

Heute gibt es nur noch selten Hochwasser am Rhein.

Die Menschen haben hohe, sichere Deiche gebaut.

Für die Pflanzen und Tiere, die hier leben, ist das viele Wasser ein Glücksfall.

Sie vertragen die Überflutungen durch das Wasser gut.

Und die Menschen freuen sich, dass ihre Häuser auf Warften stehen!

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Die Warften

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Der Fluss hier ist die Issel.

Flüsse waren schon immer sehr wichtig.

Auf einem Fluss konnte man mit Schiffen viele Dinge transportieren.

Außerdem war ein Fluss eine gute Grenze.

Jeder konnte ihn sehen.

Und man kam nicht so leicht hinüber.

Die Issel ist nur ein kleiner Fluss.

Aber sie war lange Zeit eine wichtige Grenze

Sie trennte die Gebiete von Herrschern.

Und sie trennte auch die Menschen.

Deshalb sprachen die Menschen auch etwas unterschiedlich.

Die Menschen auf der einen Seite sprachen nieder-rheinisch.

Zum Beispiel in Wertherbruch.

Dort sagte man auf nieder-rheinisch zu einem Weißbrot „Wegge“ oder „Stute“.

Die Menschen auf der anderen Seite sprachen westfälisch.

In Dingden sagte man zum Beispiel dann auf westfälisch „Witt-Brot“.

Heute gehören die Dörfer auf beiden Seiten der Issel zur Stadt Hamminkeln.

Aber bei manchen Menschen hört man noch heute die Unterschiede.

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Die Issel als Grenzfluss

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Krähen sind sehr gesellig.

Hier am Weseler Ring kann man große Gruppen von Saatkrähen beobachten.

Hoch oben in den Baumkronen bauen die Saatkrähen ganz viele Nester.

Man kann die Tiere gut erkennen.

Sie sind ganz schwarz, und ihr Schnabel ist am Ansatz weiß.

Sie essen am liebsten Würmer, Käfer oder Nacktschnecken.

Sie mögen aber auch Früchte, Nüsse, und frische Samen von Getreide.

Deswegen werden sie manchmal von Menschen verjagt oder sogar vergiftet.

Weil sie denken, die Krähen fressen sonst ihre Felder leer.

Das ist natürlich verboten!

Aber manche Menschen machen das trotzdem.

Dabei sind Saatkrähen sogar nützlich.

Denn sie fressen auch die Tiere, die für die Pflanzen auf den Feldern schädlich sind.

Hier in der Innenstadt finden sie viele alte Bäume für ihre Nester.

Und hier werden sie nicht gejagt.

Deshalb gibt es jedes Jahr etwa 240 Nester.

Das ist auch nicht allen Menschen recht.

Denn wenn sie brüten, sind die Saatkrähen sehr laut.

Aber dafür kann man sie toll beobachten.

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Saatkrähen

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Wein macht man ja aus Trauben.

Und die Trauben brauchen viel Sonne.

Deshalb kommt guter Wein aus dem Süden.

Aus Süd-Deutschland, Frankreich oder Spanien.

Früher hat man auch hier am Niederrhein Wein angebaut.

Obwohl es etwas kalt war für die Trauben.

Das war kein besonders guter Wein.

Er war ziemlich sauer.

Die Menschen haben Honig zum Süßen in den Wein gegeben.

Nur so konnten sie ihn trinken.

Die Menschen hatten Wein durch die Römer kennen gelernt.

Und seitdem haben sie ihn gerne getrunken.

Wein war sehr wichtig.

Die Menschen haben viel mit Wein gehandelt.

Darum haben sie ihn auch selber angebaut.

Heute ist das Klima milder als früher.

Das liegt am Klima-Wandel.

Vielleicht baut man auch bei uns bald guten Wein an.

Einen Wein der nicht zu sauer ist. 

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Weinbau

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Hier auf dem Deich wachsen Gras und verschiedene Blumen.

Da muss man ab und zu mal mähen.

Sonst wächst alles zu hoch.

Es ist aber schwierig, einen Deich zu mähen.

Zum Glück gibt es Schafe.

Schafe sind super Rasen-Mäher.

Sie fressen das Gras schön kurz.

Schafe treten auch das Gras und den Boden fest.

Das ist sehr wichtig für den Deich.

Damit der Deich gut hält.

Wenn der Boden zu locker ist, kann der Deich leicht brechen.

Der Deich soll aber vor Hochwasser vom Rhein schützen.

Schafe sind also sehr nützlich.

Die Menschen halten schon seit 5000 Jahren Schafe.

Wegen ihrer Wolle.

Wegen ihrem Fleisch, ihrer Milch, und aus vielen anderen Gründen.

Die Blumen auf dem Deich locken viele Insekten an.

Das ist gut für die Natur.

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Schafe

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Der Ort hier heißt Neu-Büderich.

Aber wieso gibt es das alte Büderich nicht mehr?

Büderich hatte großes Pech.

Es lag einfach an der falschen Stelle.

Das ist ungefähr 200 Jahre her.

Damals gehörte hier alles zu Frankreich.

Genau hier am Rhein war die Grenze zum französischen Reich.

Die Grenze wollte man gut schützen.

Deshalb baute man hier eine große, sichere Festung für die Soldaten.

Aber Büderich lag zu nah an der Festung.

Büderich war im Weg.

Deshalb ließ man das alte Büderich einfach abreißen.

Alle Bewohner mussten schnell weg.

Sie hatten nur 2 Tage Zeit ihr Haus zu verlassen.

Das war sehr schlimm für sie.

Nach dem Krieg baute man dann Büderich an anderer Stelle wieder auf.

Als NEU-Büderich.

Alle Bewohner durften dann zurück kommen und wieder hier leben.

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Neu-Büderich

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Hier, wo heute nur Äcker und Gras zu sehen sind, standen früher große Gebäude.

Im Sommer, wenn es trocken ist, kann man das am Boden noch sehen.

Dort standen einmal die Mauern von einer Kirche.

Die Kirche gehörte zu einem Kloster, dem Kloster Marienvrede.

Im Kloster lebten Mönche.

Sie wollten ganz für Gott da sein.

Deshalb  lebten sie  im Kloster.

Dort beteten sie viel und arbeiteten.

So ein Kloster war früher genauso wichtig wie eine Stadt.

Viele Bauernhöfe gehörten zu dem Kloster.

Das Kloster gab es viele Jahrhunderte lang.

Dann kam Napoleon.

Der französische Kaiser wollte über ganz Europa herrschen.

Und er brauchte viel Geld für seine Kriege.

Deshalb nahm er das Geld und das Land von den Klöstern.

Das war das Ende von Marienvrede.

Die Mönche zogen aus.

Das Land wurde verkauft.

Und die Gebäude wurden abgerissen.

Aus den Steinen bauten die Menschen in Dingden neue Häuser.

Den Stein von der Gründung vom Kloster sieht man noch am Heimathaus.

Er erinnert an das Kloster.

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Marienvrede

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Bei Hochwasser werden vom Rhein oft große Teile der Landschaft überflutet.

Früher gab es viel häufiger Hochwasser.

Bevor die vielen sicheren Deiche gebaut wurden.

In kalten Wintern konnte es auch sein, dass Eis auf dem Rhein schwamm.

Das gibt es heute nicht mehr am Rhein.

Die Winter sind nicht mehr so kalt.

Da kann das Wasser nicht gefrieren.

Vor langer Zeit gab es hier bei Bislich einmal ein großes Hochwasser-Unglück.

Das Hochwasser überflutete im Winter viel Land.

Das Eis war hier so hoch wie ein Haus.

Dann wurde es wieder wärmer.

Und das viele Eis wurde wieder zu Wasser.

Und es überflutete über 100 Dörfer.

Damals ging sehr viel kaputt.

Und viele Menschen sind ertrunken.

Bei dem Unglück ging auch der Deich in Bislich kaputt.

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Eine Erzählung vom Eis-Gang

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