Uedem gibt es seit über 1000 Jahren.

Am Anfang lebten hier Bauern.

Denen ging es gut, denn auf den Feldern wuchs viel Getreide.

Doch dann kamen schlimme Zeiten.

Es gab einen langen Krieg.

Da kamen Soldaten und plünderten die Stadt.

Andere Soldaten brachten die Pest - eine Krankheit - nach Uedem.

Viele Leute starben.

Und dreimal brannte die Stadt fast ganz ab.

Dann ging es Uedem wieder besser.

Eine Zeit lang machte man hier sehr viele Stiefel.

Dafür war Uedem bekannt.

Dann wurde die Eisen-Bahn erfunden, und auch Uedem bekam einen Bahnhof.

So konnte man die Stiefel weiter weg bringen und noch besser verkaufen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Uedem leider wieder stark zerstört.

Und viele Menschen starben.

Aber die Menschen haben Uedem wieder aufgebaut.

Heute kann man hier sehr gut leben.

Es gibt einen schönen Rundgang durch Uedem.

Da kann man auf Tafeln noch viel über die Geschichte lesen.

Oder man kann es sich anhören.

Vielleicht haben Sie ja dafür noch Zeit.

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Uedem

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Dieser Weg hier ist schon viele hundert Jahre alt.

Nur der Straßen-Belag ist neu.

Früher hatten die meisten Wege keinen Straßen-Belag.

Nur Erde.

Wenn es viel regnete, waren die Wege ganz matschig.

Und wenn der Weg ein bisschen bergab führte, lief das Regenwasser mit dem Schlamm  nach unten ab.

Nach und nach machte das Wasser den Weg tiefer.

Auch Pferde-Wagen und Kühe vertieften den Weg.

Irgendwann war der Weg richtig ausgehöhlt.

Deshalb nennt man solche Wege „Hohlwege“.

Mit der Zeit wuchsen große Hecken an den Wegrändern.

Ihre Wurzeln hielten die Erde fest.

Die Hecken wurden regelmäßig geschnitten.

So konnte der Weg nicht zuwachsen.

Die Hohlwege sind ein toller Lebensraum für viele Tiere.

Vögel, Fledermäuse, Igel, Kröten oder Hummeln...

Leider sind viele Hohlwege entfernt worden.

Oder sie haben einen Straßen-Belag, so wie hier.

Dann sind sie nicht mehr ganz so nützlich für die Natur.

Aber es gibt noch ein paar alte Hohlwege, die genauso sind wie früher.

Die möchte man bewahren.

Denn sie sind sehr wertvoll für die Natur.

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Die Hohlwege

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Ein Bruch ist ein Wald mit nassem Boden.

Manchmal steht der Boden richtig unter Wasser.

An so einem Ort kann man keine Felder anlegen und Getreide pflanzen.

Vor vielen hundert Jahren brauchten die Menschen aber mehr Platz für ihre Felder.

Da haben sie versucht, den Wald trocken zu machen und die Bäume zu fällen.

Deshalb haben sie hier viele Gräben angelegt.

Das war sicher sehr anstrengend.

Denn die Menschen hatten noch keine Bagger.

Nur Schaufeln.

Das Wasser vom Waldboden lief in die Gräben.

Und der Boden wurde trockener.

So konnten die Menschen hier leben.

Sie nannten die neue Siedlung: „Uedemer-Bruch“.

Viele Stellen sind hier ein guter Lebensraum für Tiere.

Feuchte Wälder sind toll.

Oder Wiesen mit Obstbäumen.

Denn da gibt es alte Bäume mit Höhlen.

Da lebt der seltene Steinkauz. Eine kleine Eule.

Auf manchen Feldern wird leider Gift gegen Insekten gesprüht.

Dort können kaum noch Tiere leben.

Deshalb ist es sehr wichtig, die guten Lebensräume zu erhalten.

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Uedemerbruch

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Der Wind hat eine Menge Kraft.

Und wir Menschen benutzen diese Kraft schon lange.

Zum Beispiel mit Windmühlen.

Die machten früher Mehl.

Hier die Windräder sind auch eine Art Windmühle.

Nur machen sie kein Mehl, sondern Strom.

Das ist eine gute Sache.

Denn wir Menschen brauchen sehr viel Strom.

Und der Strom aus Windkraft ist gut für die Umwelt.

Denn der Wind ist  einfach da.

Er wird bei Strom-Machen nicht verbraucht.

Die Wind-Räder machen auch nicht die Luft dreckig.

Deshalb gibt es immer mehr Plätze, wo Windräder stehen.

Leider haben die Wind-Räder auch einen Nachteil.

Für fliegende Tiere sind sie schlecht.

Vögel und Fledermäuse werden manchmal von den großen Rädern getötet.

Deshalb muss man genau überlegen, wo man die Wind-Räder aufstellt.

Es müssen Plätze sein, wo Tiere nur selten oder gar nicht herfliegen.

Denn wenn die Wind-Räder Tiere töten, sind sie doch nicht so gut für die Umwelt.

Aber am richtigen Platz sind sie für alle gut.

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Windkraft

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Die Stadt Goch ist schon ziemlich alt.

Schon viele 100 Jahre.

Und am Anfang ging es Goch ziemlich gut.

Hier auf dem Markt verkauften die Menschen viel Wolle und Stoffe.

Dadurch war die Stadt sehr reich.

Die Menschen konnten sogar ein Stadttor aus Stein und eine dicke Mauer rund um die Stadt bauen.

So war die Stadt gut geschützt.

Und jeder konnte gleich sehen, dass die Stadt reich war.

Denn so eine Mauer kostete sehr viel Geld.

Leider blieb nicht immer alles so gut.

Irgendwann bekamen die Menschen hier nicht mehr genug Geld für ihre Wolle.

Es gab zu viele andere Orte, die auch Wolle verkauften.

Und dann gab es viele Kriege.

Da kamen Soldaten und plünderten die Stadt.

Besonders der 2. Weltkrieg war schlimm.

Da starben viele Menschen.

Und fast die ganze Stadt wurde zerstört.

Inzwischen kann man hier wieder gut leben.

Und ein paar schöne alte Häuser gibt es immer noch.

Die kann man gut auf einem Stadt-Rundgang anschauen.

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Die Stadt Goch

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Hier am Niederrhein gibt es viele Felder und Wiesen.

Wälder gibt es nicht so viele.

Aber ein paar Wälder sind auch hier.

Da kann man gut spazieren gehen.

Und Menschen verdienen mit Wäldern auch Geld.

Sie verkaufen das Holz.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Bäumen.

Bäume mit Blättern, das sind „Laub-Bäume“.

Zum Beispiel Eichen, oder Kastanien.

Und Bäume mit Nadeln, also „Nadel-Bäume“.

Zum Beispiel Fichten, oder Tannen.

Die Nadelbäume wachsen schnell.

Deshalb kann man das Holz schnell verkaufen.

Und man verdient schneller Geld.

Laub-Bäume wachsen langsamer.

Ihr Holz kann man nicht so schnell verkaufen.

Deshalb gab es eine Zeit lang hauptsächlich Wälder mit Nadel-Bäumen.

Aber dann hat man gemerkt: das ist schlecht.

Denn Nadel-Bäume werden leichter krank.

Und sie werden öfter von Stürmen umgeschmissen.

Außerdem können Tiere besser in Wäldern leben, wo Laub-Bäume sind.

Deshalb pflanzen die Menschen in den Wäldern jetzt wieder mehr Laub-Bäume.

Die Laub-Bäume halten Stürme besser aus.

Sie werden nicht so leicht krank.

Und sie sind besser für die Tiere.

Oft gibt es jetzt Laub-Bäume und Nadel-Bäume im Wald.

Davon haben alle was.

Die Menschen, die das Holz verkaufen, die Spaziergänger, und die Tiere.

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Wald

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Hier im Boden sieht man alte Schienen.

Denn früher fuhr hier eine Bahn.

Heute werden die Schienen nicht mehr benutzt.

Hier wachsen jetzt Sträucher, Wildblumen und Bäume.

Das ist sehr gut für die Natur.

Denn es gibt nur noch wenig Gebiete, wo Tiere und Pflanzen gut leben können.

Diese Gebiete liegen wie Inseln zwischen Städten und Straßen und Äckern.

Da ist es wichtig, dass es Verbindungen gibt zwischen diesen Inseln.

Damit die Tiere von einem guten Gebiet in eine anderes wandern können.

Das können Baum-Reihen sein.

Oder ein kleiner Bach mit Sträuchern an seinem Ufer.

Hier die alte Bahn-Linie ist auch so eine Verbindung.

Die Blüten von den Blumen locken Insekten an.

Und die locken wieder andere Tiere an.

Zum Beispiel Fledermäuse oder Vögel.

Die Büsche sind ein guter Schutz für Mäuse oder Igel oder Kröten.

Und alle Tiere können hier gut von einem Gebiet zu anderen wandern.

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Die alte Bahn-Linie

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Wir alle kennen Kastanien.

Kinder sammeln sie gern und machen daraus Kastanien-Männchen.

Wir können sie aber nicht essen.

Aber Ess-Kastanien können wir essen.

Wir kennen sie vom Weihnachtsmarkt.

Hier sehen wir einen Weg mit vielen Esskastanien – eine Allee.

Esskastanien essen die Menschen schon seit über 2000 Jahren.

Sie sind lecker und machen satt.

Eigentlich mögen die Ess-Kastanien-Bäume viel Sonne.

In Süd-Europa wachsen sie öfter.

Aber vor vielen, vielen Jahren brachten die Römer sie aus Italien mit.

Hier am Niederrhein sind die Winter nicht so kalt.

Deshalb wachsen sie hier gut.

Darüber freuen sich auch die Tiere.

Zum Beispiel Eichhörnchen oder Krähen.

Die sammeln die Kastanien und vergraben sie als Vorrat.

Manchmal vergessen sie eine Kastanie in der Erde.

Da wächst dann ein neuer Baum.

Die Bäume hier sind schon alt.

Deshalb ist das Holz an manchen Stellen tot.

Das ist sehr gut für Insekten.

Ihre Kinder leben in dem toten Holz.

Und manche Bäume haben Höhlen.

Da leben Spechte, Fledermäuse oder kleine Eulen.

Deshalb ist diese Allee von Ess-Kastanien sehr wichtig.

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Die Ess-Kastanien-Allee

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Qualburg sieht aus wie ein ganz normales Dorf.

Viele Wohnhäuser, und eine schöne Kirche.

Aber Qualburg ist ein ganz besonderer Ort.

Vor sehr langer Zeit, nämlich vor 2.000 Jahren lag hier ein Römer-Lager.

Das hieß Quadriburgium.

Ein Römer-Lager war ein Ort, an dem römische Soldaten lebten.

Sie bewachten das Land.

Denn alles Land auf dieser Seite vom Rhein gehörte damals den Römern.

Die kamen eigentlich aus dem Süden.

Von da, wo heute Italien ist.

Aber sie waren bis hierher gekommen.

Und sie hatten das ganze Land von den Germanen erobert.

Bis zum Rhein.

Der war die Grenze.

Auf der anderen Seite vom Rhein lebten immer noch die Germanen.

Und die wollten das Land hier gerne zurück erobern.

Deshalb gab es viele Römer-Lager.

Damit konnten die Römer sich gut verteidigen.

Heute kann man das Römer-Lager hier nicht mehr sehen.

Aber im Boden unter der Kirche gibt es noch ganz viele Reste.

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Quadriburgium

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