Eine Wooj ist eine Art Teich.

Ein Teich, der entsteht, wenn ein Deich bricht.

Das kann bei sehr starkem Hochwasser passieren.

Eigentlich sollen die Deiche ja das Land vor Hochwasser vom Rhein schützen.

Aber ganz manchmal ist das Hochwasser zu stark.

Dann ist der Druck auf den Deich zu groß.

Und dann bricht der Deich.

An der Stelle läuft das Wasser dann mit sehr viel Druck durch die Lücke im Deich.

Dort entsteht dann eine Mulde.

Irgendwann läuft das Hochwasser wieder ab.

Aber in der Mulde bleibt Wasser zurück.

So entsteht eine Wooj.

Das Wasser, das wir hier sehen, ist auch so eine Wooj.

Der Deich brach hier vor ungefähr 200 Jahren.

Heute ist das hier ein toller Ort für viele Tiere und Pflanzen.

Ein Natur-Schutz-Gebiet.

Hier kann man manchmal den Eisvogel sehen.

Er kann sehr gut fliegen und schnell ins Wasser tauchen, um einen Fisch zu fangen.

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Droste Woy

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Man denkt immer: ein Vogelnest ist auf einem Baum.

Aber das stimmt nur manchmal.

Viele Vögel legen ihre Eier auch am Boden.

Zum Beispiel Watvögel.

Die laufen mit ihren Beinen durch flaches Wasser oder durch Schlick.

Das nennt man waten. Darum der Name Watvogel.

Mit ihren langen Schnäbeln stochern sie im Boden nach Würmern.

Dafür muss der Boden feucht und weich sein.

Manchmal brüten Watvögel hier auf einer Weide.

Zum Beispiel der Kiebitz oder der Rotschenkel.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass es Orte gibt, wo die Watvögel geschützt sind.

Wo die Vögel ihre Ruhe haben und genügend Nahrung finden.

Hier ist so ein Ort.

Die Bislicher Insel ist ein Paradies für viele Vögel.

Sie heißt so, weil sie ganz früher wirklich eine Insel war

Das ganze Gebiet wurde immer wieder überflutet.

Die Watvögel und viele andere Vögel lieben das viele Wasser hier.

Und wir können sie toll vom Weg aus beobachten.

Ohne sie zu stören.

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Die Bislicher-Insel

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Hirschkäfer sind leider sehr selten.

Sie brauchen nämlich altes Holz.

Zum Beispiel einen umgefallenen Baum.

In dem Holz leben sie jahrelang, bevor sie erwachsen sind.

In vielen Wäldern gibt es aber kaum altes Holz.

Alles Holz wird weggeräumt und verkauft.

Im Diersfordter Wald ist das zum Glück anders.

Hier gibt es jede Menge totes Holz.

Und darin leben viele Insekten.

Wenn man ganz viel Glück hat, kann man hier einen Hirschkäfer sehen.

Es gibt auch alte Bäume mit Höhlen.

Die Höhlen werden von Spechten gebaut.

Und darin wohnen dann nach dem Specht auch andere Tiere.

Zum Beispiel Fledermäuse.

Hier im Wald leben seltene Vögel wie der Kolkrabe.

Manchmal sieht man hier auch Wildschweine und Hirsche.

Wo keine Bäume stehen leben wieder andere Tiere.

Zum Beispiel Eidechsen

Und es gibt Gewässer.

Hier brüten Enten und Gänse.

Es gibt seltene Libellen und Moorfrösche.

Eine wirklich schöne Landschaft.

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Diersfordter Wald

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Von hier oben hat man eine gute Aussicht auf die weite Fläche unter uns.

Viele Jahre lang wurden da Sand und Kies abgebaut.

Das kann man noch immer sehen.

Besonders am Rand.

Da sind manchmal ganz steile Kanten.

Das kommt noch von den Baggern.

Und die Kanten zeigen uns: hier wurde sehr viel Sand abgegraben.

Vorher war der Boden hier überall gleich hoch, bis zum oberen Rand von den Kanten.

So hoch wie der Boden, auf dem Sie hier stehen.

Wieso gab es denn hier so eine große Sand-Fläche?

Das kommt von der Eiszeit.

Das ist sehr, sehr lange her.

Damals flossen Flüsse wie der Rhein hier noch sehr wild.

Sie teilten sich in viele kleine Flüsse auf.

Und sie suchten sich immer wieder neue Wege.

Die Flüsse brachten den Sand hierher.

Dadurch entstanden riesige Sand-Bänke zwischen den Flüssen.

Später flossen die Flüsse ruhiger.

Und sie suchten sich einen anderen Weg.

Von manchen Stellen nahmen sie den Sand wieder mit.

Aber hier blieb der viele Sand liegen.

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Bagger als Geschichtslehrer

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Manchmal hört man im Wald ein schnelles Klopfen.

Das hört sich so an (Geräusch Specht).

Da hört man einen Specht.

Spechte schlagen ganz oft ihren Schnabel gegen Bäume.

Aua, das tut doch bestimmt weh.

Nein, der Kopf von dem Specht verträgt das viele Klopfen.

Die Muskeln und Gelenke am Kopf federn die harten Schläge ab.

Wie ein Stoß-Dämpfer beim Auto.

Das ist wichtig, denn die Spechte müssen klopfen.

Sie klopfen damit die Baum-Rinde ab.

So finden sie leckere Käfer.

Sie unterhalten sich auch mit anderen Spechten durch das Klopfen.

Und sie bauen Höhlen.

Da wohnen sie dann.

Und ziehen ihre Kinder darin groß.

Die Spechte bauen immer neue Höhlen.

In alten Höhlen von Spechten leben viele andere Tiere.

Zum Beispiel Fledermäuse, oder Eichhörnchen, oder Hornissen.

Deshalb sind die Spechte sehr wichtig.

Wenn es in einem Wald Spechte gibt, dann weiß man:

Dem Wald geht es gut.

Hier gibt es viel Leben.

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Die Spechte

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Hier am Deich wachsen viele bunte Blumen und Kräuter.

Schön, oder?

Und vor allem wichtig für die Natur.

Denn Insekten ernähren sich von den Blüten.

Und Vögel und andere Tiere fressen die Insekten.

In der Natur hängt alles zusammen.

Früher gab es viele bunte Blumen-Wiesen.

Heute sieht man sie leider nur noch selten.

Wir Menschen benutzen zu viel Land für Häuser und Straßen.

Gut, dass es hier so viele Deiche gibt.

Da wachsen noch öfter Blumen-Wiesen.

Ab und zu müssen die Wiesen am Deich gemäht werden.

Am besten machen das Schafe, so wie hier.

Die Schafe laufen langsam.

Sie lassen den Blumen genug Zeit zum Blühen.

Und die Schafe und die Blumen schützen auch den Deich.

Die Schafe treten das Gras schön fest.

Und die Blumen halten mit ihren Starken Wurzeln die Erde fest.

So geht der Deich auch bei einem Hochwasser nicht kaputt.

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Blütenreiche Deiche

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Ein Fluss wie der Rhein hat manchmal wenig Wasser.

Und manchmal sehr viel Wasser.

Hochwasser.

Dann breitet er sich aus.

Die Flächen neben dem Fluss sind dann überflutet.

Den Pflanzen und Tieren dort macht das nichts aus.

Sie vertragen das viele Wasser gut.

Sie sind daran gewöhnt.

Diese Flächen nennt man „Aue“.

Hier vor uns steht ein kleiner Auen-Wald.

Er ist etwas ganz Besonderes.

Denn solche Auen-Wälder sind heute selten.

Die Menschen haben die meisten Bäume aus den Auen-Wäldern gefällt.

Dann konnten dort Kühe weiden.

Oder sie haben Felder angelegt und Getreide angepflanzt.

Für die Pflanzen und die Tiere aus der Aue ist das sehr schlecht.

Sie finden keinen Raum mehr zum Leben.

Deshalb hat man hier den Auen-Wald neu gepflanzt.

Das war viel Arbeit.

Aber jetzt leben hier wieder viele Tiere.

Zum Beispiel Libellen, Fledermäuse und Vögel.

Da sieht man: die Arbeit hat sich gelohnt.

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Hartholz Auwälder

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Hier gibt es viele schöne Seen.

Fische leben hier und Vögel, Frösche und sogar der Biber.

Es gibt auch seltene Pflanzen.

Und für uns Menschen sind die Seen auch schön.

Man kann gut spazieren gehen.

Und an einer Stelle gibt es sogar ein Schwimm-Bad, das „Goch Ness“.

Aber die Seen gibt es noch gar nicht lange.

Früher waren hier einfach Felder.

 Hier lebten nur wenige Tiere.Aber wie kommen die Seen hier her?

Die Seen sind Bagger-Seen.

Das heißt, Menschen haben hier mit Baggern riesige Gruben gegraben.

Sie haben Sand abgebaut und Kies, also ganz kleine Steine.

Beides braucht man zum Bauen.

Und hier gibt es viel davon.

Beim Graben haben die Menschen das Grund-Wasser frei gelegt.

Das ist das Regen-Wasser, das sich in der Erde sammelt.

So sind hier die Seen entstanden.

Heute wird hier kein Sand und Kies mehr abgebaut.

Die Seen gehören jetzt der Natur.

Hier leben jetzt viele verschiedene Pflanzen und Tiere.

Die haben hier ein neues Zuhause gefunden.

Das ist gut.

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Renaturierung alter Baggerseen

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Hier um uns herum ist ein Natur-Paradies.

Es gibt einen Bach und kleine Teiche.

Es gibt feuchte Wiesen und viel Wald – zum Teil mit ganz nassem Boden.

Viele Tiere und Pflanzen brauchen genau solche Orte zum Leben.

Zum Beispiel Vögel.

Oder Frösche.

Oder seltene Libellen.

Sie können nicht auf Feldern leben.

Oder in einem Tannen-Wald.

Oder auf einer Wiese, die oft gemäht wird, und auf der viele Kühe weiden.

Deshalb ist dieses Natur-Schutzgebiet sehr wichtig.

Denn es gibt nur noch wenig feuchte Flächen.

Früher war an vielen Orten der Boden sehr feucht.

Aber immer wenn es ging, haben wir Menschen den Boden trockener gemacht.

Damit wir da dann Getreide anpflanzen können.

Hier ging das aber nicht.

Für die Natur ist das ein Glück.

Denn so gibt es hier immer noch dieses schöne Natur-Schutzgebiet.

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Natur-Schutzgebiet Moyländer Bruch

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