Bei Hochwasser tritt der Rhein über seine Ufer.

Dann kann das Wasser bis hierher reichen.

Das kann schnell passieren.

Wenn es sehr viel geregnet hat.

Oder im Frühling, wenn in den Bergen der Schnee schmilzt.

Dann ist der Banndeich die Grenze zwischen dem Wasser und dem Land.

Deshalb heißt er auch Bann-Deich.

Weil er das Wasser bannen, also fern halten soll.

Die Wiesen, die am Rhein vor dem Banndeich liegen, können überflutet werden.

Die Tiere und Pflanzen dort haben sich sogar darauf eingestellt.

Aber das Land hinter dem Banndeich soll nicht überflutet werden.

Denn da liegen die Dörfer und die Äcker.

Da macht Hochwasser alles kaputt.

Deshalb muss der Banndeich hoch genug sein.

Und er muss stark gebaut sein.

Damit er hält, wenn das Hochwasser dagegen drückt.

Die Dörfer und die Äcker, und der Banndeich liegen extra etwas weiter weg vom Rhein.

Damit der Rhein sich bei Hochwasser gut ausbreiten kann.

So macht das Hochwasser nichts kaputt.

Zurück

Auf dem Banndeich

Mehr erfahren

Die Geschichte von Uedemerfeld

Mehr erfahren

Hasen, immer wieder Hasen!

Auf den Feldern.

Und auch hier auf dem Dorf-Platz.

Am Brunnen in Labbeck.

Hasen aus Bronze.

Hasen halten das Wappen.

Eine Möhre im Wappen.

Hasen mögen Möhren.

Wieso wird dem Hasen ein Denkmal gesetzt?

Der Boden hier in der Gegend ist sehr sandig.

Es war früher schwer hier zu leben.

Es wuchs nicht viel auf dem Sand-Boden.

Möhren aber schon.

Die Menschen mussten hart arbeiten.

Um was zu essen zu haben.

In manchen Orten hatten sie besondere Namen.

Man nannte die Leute „Sand-Hasen“.

Auch hier in Labbeck.

Die Sonsbecker nannte man Worteln.

Ein anderes Wort für Möhren.

Der Dorf-Platz erinnert an diese alten Namen.

 

Und hier gibt es noch mehr Erinnerungen.

Der Brunnen erinnert an die Zeit der Römer.

Hier verlief damals eine Wasser-Leitung.

Sie brachte frisches Wasser nach Xanten.

Aus einer Quelle in der Nähe.

Der Quelle am Haus Hasen-Acker.

 

Witzig, schon wieder ein Hase!

Zurück

Der Dorfplatz in Labbeck

Mehr erfahren

Früher gab es hier noch keine Deiche.

Da hat der Rhein bei Hochwasser oft das ganze Land überflutet.

Die Menschen mussten sich irgendwie davor schützen.

Zuerst bauten sie ihre Häuser und Ställe auf Erdhügeln.

Die hatten sie extra aufgeschüttet.

Bei Hochwasser wurden die Erdhügel zu kleinen Inseln.

So standen die Häuser nicht unter Wasser.

Aber die Äcker und die Weiden und die Straßen schon.

Deshalb bauten die Menschen die Deiche.

Die Deiche sollten das ganze Land vor dem Hochwasser schützen.

Aber es war sehr viel Arbeit, die Deiche zu bauen und zu reparieren.

Und es kostete viel Geld.

Da mussten alle zusammen arbeiten.

Und es musste genau geregelt werden, wer für welchen Teil vom Deich verantwortlich war.

Das war die „Deich-Pflicht“.

Oft gab es deswegen Streit.

Aber irgendwie einigten sich die Menschen immer.

Denn die Deiche waren für alle lebenswichtig.

Und das sind sie auch heute noch.

Zurück

Deich-Pflicht

Mehr erfahren

Herzlich willkommen in der Stadt Rheinberg.

Der Name passt sehr gut.

Denn der Rhein war früher sehr wichtig für die Stadt.

Er floss nämlich ganz nah an der Stadt vorbei.

Ungefähr hier, wo Sie jetzt stehen.

Auf dem Fluss fuhren immer viele Schiffe.

Denn mit einem Schiff konnte man am besten Sachen transportieren.

Das war sehr gut für Rheinberg.

Denn alle Schiffe mussten hier anhalten und an die Stadt Geld bezahlen.

Damit sie  weiterfahren durften.

Das nennt man: Zoll.

Für den Zoll wurde hier ein hoher Turm gebaut.

Damit konnte man alle Schiffe gut sehen.

Der Turm wurde dann später nicht mehr als Zoll-Turm gebraucht.

Denn der Rhein suchte sich einen anderen Weg.

Heute fließt er nicht mehr so nah an der Stadt vorbei.

Leider gab es dann lange Kriege.

Und vieles ging dabei kaputt, auch der Zoll-Turm.

Deshalb sehen wir hier nur noch einen Teil von dem Turm.

Aber in der Stadt gibt es immer noch viel zu sehen aus der Zeit, als Rheinberg eine wichtige Zoll-Station war.

Zurück

Rheinberg

Mehr erfahren

Die meisten Menschen hier haben viel Glück.

Sie mussten noch nie einen Krieg miterleben.

Aber unsere Eltern oder Großeltern haben einen schlimmen Krieg miterlebt.

Das war der Zweite Welt-Krieg.

Deutschland hatte den Krieg angefangen.

Der mächtigste Mann hieß Adolf Hitler.

Er ließ sehr viele Menschen töten.

Er brachte viel Leid über die Welt.

Hier die Gegend ist heute schön ruhig.

Aber damals am Ende des Krieges gab es hier schlimme Kämpfe.

Die Amerikaner und die Engländer kämpften gegen die Deutschen.

Sie griffen aus der Luft an.

Der Himmel war damals voll von Flugzeugen.

Motorflugzeuge, aus denen tausende von Soldaten an Fallschirmen sprangen.

Segelflugzeuge, die in den Wiesen und auf Äckern landeten.

Es war sehr laut.

Und die Menschen hier hatten sehr viel Angst.

Am Ende wurden die deutschen Soldaten und Adolf Hitler endlich besiegt

Und inzwischen sind aus Feinden längst Freunde geworden.

Hier auf der Wiese haben sie einen Baum gepflanzt und einen Stein aufgestellt.

Dort erinnert man sich an den Krieg.

Und daran, wie wichtig Freundschaft und Frieden sind.

Zurück

Operation Varsity

Mehr erfahren

Sankt Bernardin ist ein ganz besonderer Ort.

Am Anfang war es ein Kloster.

Hier lebten Nonnen, also Frauen, die vor allem für Gott leben wollten.

Sie gründeten auch eine Schule und ein Wohnheim.

Im Wohnheim lebten Mädchen mit Behinderung, die im Alltag Hilfe brauchten.

Inzwischen wohnen hier erwachsene Frauen und Männer mit Behinderung.

Sie werden von der Caritas betreut.

In Sankt Bernardin gibt es einen tollen Park.

Der ist für alle Menschen da.

Es gibt einen Kräutergarten.

Da duftet es toll nach vielen Kräutern.

Und es gibt einen Bauerngarten.

Da wachsen ganz alte Sorten von Gemüse.

Die findet man in keinem Supermarkt.

Es gibt einen Garten mit schönen Blumen.

Darüber freuen sich auch die Bienen aus den Bienenstöcken.

Es gibt alte Obstwiesen und schöne alte Bäume.

Da kann man sehr gut spazieren gehen.

In einem Kneipp-Becken kann man durch das kühle Wasser laufen.

Man kann Ponys, Ziegen, Schafe, Schweine und Vögel sehen.

Es gibt sogar einen Minigolf-Platz

Und einen Spielplatz.

Jeder findet hier etwas für sich.

Und das Beste ist, dass alle Menschen hier zusammentreffen.

Zurück

Die Parkanlage St. Bernardin

Mehr erfahren

Die Figur hier ist der „Blumme Fritz“.

Das war der letzte Besenbinder von der Bönninghardt.

Er hat Besen gemacht.

Früher gab es hier viele Besenbinder.

Sie haben trockenes Heidekraut zusammengebunden.

Dann haben sie es unten gerade abgeschnitten.

Und dann einen Stiel hinein gesteckt.

Und fertig war der Besen.

Das war oft die einzige Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen.

Die Menschen hier waren sehr arm.

Der Boden war sehr trocken.

Es gab nur wenig Wasser.

Und so konnten die Menschen kaum Getreide anpflanzen.

Sie lebten in kleinen Hütten aus Erde.

So eine nachgebaute Hütte kann man heute noch angucken.

Sie steht an der Bönninghardter Straße Nr. 149.

Da kann man sich vorstellen, wie arm die Menschen waren.

Manche Menschen bettelten.

Manche stahlen auch.

Und einige fingen an, die Besen aus Heidekraut zu machen.

Mit der Zeit wurde das Leben hier besser.

Aber manche, wie der Blumme Fritz, haben trotzdem weiter Besen gemacht.

Zurück

Die Besenbinder

Mehr erfahren

Die Menschen am Rhein mussten sich schon immer vor Hochwasser schützen.

Denn ein Hochwasser kann schnell kommen.

Wenn es sehr viel geregnet hat.

Und vor allem, wenn in den Bergen der Schnee schmilzt.

Dann steigt das Wasser sehr stark an.

Es überflutet die ganze Landschaft.

Deshalb haben die Menschen hier überall Deiche gebaut.

Die Deiche können das Wasser aufhalten.

Sie schützen das Land hinter dem Deich.

Nur so kann man neben dem Fluss Felder oder Weiden anlegen.

Die Deiche sind also lebens-wichtig.

Heute kümmern sich Leute um die Deiche, die sich richtig gut damit auskennen.

Sie überlegen genau:

Wo soll der Deich liegen?

Und wie hoch muss er sein?

Denn wenn der Deich nah am Fluss liegt, muss er sehr hoch und sehr dick sein.

Nur dann kann er das viele Hochwasser aufhalten.

Heute versucht man eher, dass die Deiche etwas weiter weg liegen.

Alles Land zwischen dem Rhein und dem Deich darf dann überflutet werden.

Für viele Tiere und Pflanzen ist das sogar wichtig.

Und das Hochwasser hat dann viel Platz.

Dann können die Deiche ruhig niedriger sein.

Zurück

Die Deiche

Mehr erfahren