Wer flexibel ist, hat im Leben die besseren Karten. Das gilt für uns Menschen, und das gilt in noch viel stärkerem Maße für Tiere. Ein Tier wie das Wildschwein, das seit unvorstellbaren 6 Millionen Jahren durch unsere Wälder streift, hat die Sache mit der Anpassung wohl gut raus. Tatsächlich sind die Schwarzkittel wahre Anpassungskünstler. Sie fressen prinzipiell alles und können überall dort leben, wo es Wasser gibt und der Boden nicht gefroren ist. Sie können gut schwimmen, rennen, mehr als doppelt so gut riechen wie Hunde und haben ein dickes Fell. Sie lernen schnell und geben als soziale Tiere ihr Wissen an die Jungen weiter. Und obwohl der Mensch sie in Europa an vielen Stellen ausgerottet hatte, erobern die klugen Tiere inzwischen immer mehr Gebiete zurück. Und zwar in solchem Maße, dass wir Menschen es schon wieder problematisch finden. Nicht nur, weil sie Berliner Gärten durchwühlen, sondern vor allem, weil sie teilweise große Schäden auf Feldern anrichten. Besonders die immer mehr angebauten Feldkulturen Kartoffel und Mais sind wahnsinnig verlockend. Überhaupt ist das Nahrungsangebot wieder besser. Zum Beispiel durch mildere Winter und die zunehmende Umwandlung von Nadelforsten in Laubwälder. Natürliche Fressfeinde wie Wölfe, Luchse oder gar Bären gibt es hier nicht, und so müssen die Tiere heute wieder stärker bejagt werden, damit die Population nicht zu explodieren droht.
Wildschweine haben einen hohen ökologischen Nutzen. Sie sind so etwas wie die Gärtner des Waldes. Sie helfen Pflanzen durch ihren Kot bei ihrer Verbreitung, fressen Schädlinge wie Käferlarven, und vor allem durchwühlen sie ständig den Boden auf der Suche nach Nahrung. Dadurch lockern sie ihn auf, verteilen Feuchtigkeit und Nährstoffe und schaffen ein hervorragendes Bett für neue Keimlinge. Kein Wunder, dass es in Wildschweingebieten drei bis viermal mehr junge Bäume gibt als in vergleichbaren Wäldern. Und je größer und naturnäher ein Wald ist, desto eher werden die Tiere auf unerwünschte Raubzüge in Parks und Maisfeldern verzichten. Hier im Wildschweingatter Laarbruch hat man in der Regel gute Chancen, die schlauen Tiere zu beobachten.

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Wildschweine

Viel besser als ihr Ruf

Wer flexibel ist, hat im Leben die besseren Karten. Das gilt für uns Menschen, und das gilt in noch viel stärkerem Maße für Tiere. Ein Tier wie das Wildschwein, das seit unvorstellbaren 6 Millionen Jahren durch unsere Wälder streift, hat die Sache mit der Anpassung wohl gut raus. Tatsächlich sind die Schwarzkittel wahre Anpassungskünstler. Sie fressen prinzipiell alles und können überall dort leben, wo es Wasser gibt und der Boden nicht gefroren ist. Sie können gut schwimmen, rennen, mehr als doppelt so gut riechen wie Hunde und haben ein dickes Fell. Sie lernen schnell und geben als soziale Tiere ihr Wissen an die Jungen weiter. Und obwohl der Mensch sie in Europa an vielen Stellen ausgerottet hatte, erobern die klugen Tiere inzwischen immer mehr Gebiete zurück. Und zwar in solchem Maße, dass wir Menschen es schon wieder problematisch finden. Nicht nur, weil sie Berliner Gärten durchwühlen, sondern vor allem, weil sie teilweise große Schäden auf Feldern anrichten. Besonders die immer mehr angebauten Feldkulturen Kartoffel und Mais sind wahnsinnig verlockend. Überhaupt ist das Nahrungsangebot wieder besser. Zum Beispiel durch mildere Winter und die zunehmende Umwandlung von Nadelforsten in Laubwälder. Natürliche Fressfeinde wie Wölfe, Luchse oder gar Bären gibt es hier nicht, und so müssen die Tiere heute wieder stärker bejagt werden, damit die Population nicht zu explodieren droht.
Wildschweine haben einen hohen ökologischen Nutzen. Sie sind so etwas wie die Gärtner des Waldes. Sie helfen Pflanzen durch ihren Kot bei ihrer Verbreitung, fressen Schädlinge wie Käferlarven, und vor allem durchwühlen sie ständig den Boden auf der Suche nach Nahrung. Dadurch lockern sie ihn auf, verteilen Feuchtigkeit und Nährstoffe und schaffen ein hervorragendes Bett für neue Keimlinge. Kein Wunder, dass es in Wildschweingebieten drei bis viermal mehr junge Bäume gibt als in vergleichbaren Wäldern. Und je größer und naturnäher ein Wald ist, desto eher werden die Tiere auf unerwünschte Raubzüge in Parks und Maisfeldern verzichten. Hier im Wildschweingatter Laarbruch hat man in der Regel gute Chancen, die schlauen Tiere zu beobachten.

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