Von dieser Anhöhe können wir einen schönen Blick in die Rheinebene genießen. Vor etwa 2.000 Jahren wäre der Betrachter der Aussicht aber ein römischer Legionär gewesen, und schön hätte er das alles nicht gefunden. Denn dies ist der Standort des römischen Legionslagers Vetera und die Aussicht ging damals in das unheimliche und dunkle Germanien, wo vor kurzem die Legionen des Varus ausgelöscht worden waren. Zwei der drei Varus-Legionen waren hier stationiert gewesen. Diese Katastrophe änderte die römische Politik an der Rheingrenze grundlegend. Die Eroberungspläne östlich des Rheins wurden aufgegeben und wenn man genau hinschaut, kann man die Auswirkungen bis heute sehen.

Als größtes Legionslager des römischen Reiches war es strategisch klug angelegt. Damals lag nämlich genau auf der anderen Rheinseite die Lippemündung. Verkehrstechnisch war das etwa so wie heute das Kamener Kreuz oder der Kölner Hauptbahnhof. Diese Anhöhe musste also besonders gut gesichert werden. Zwei Legionen hatten hier ihre Unterkünfte und schützten den Frieden des Römischen Reiches. Um das Lager herum hatte sich eine geschäftige Siedlung gebildet und die große Römerstraße zur Nordsee lief daran vorbei. So konnten Waren aus aller Welt bestaunt werden. Von den großartigen geschäftlichen Möglichkeiten zeugt noch das größte römische Grabmal in Köln. Lucius Poblicius hatte es in Auftrag gegeben, ein Veteran aus Vetera hier am Niederrhein. Sein jähes Ende fand das Lager dann in den Bürgerkriegswirren nach dem Tode Neros. 69 n. Chr. wurde es nach einer Belagerung durch die Aufständischen Bataver, die im Raum Nimwegen lebten, bis auf die Grundmauern abgebrannt und an dieser Stelle nie mehr aufgebaut.

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Vetera

Damals, am Brennpunkt des Weltgeschehens

Von dieser Anhöhe können wir einen schönen Blick in die Rheinebene genießen. Vor etwa 2.000 Jahren wäre der Betrachter der Aussicht aber ein römischer Legionär gewesen, und schön hätte er das alles nicht gefunden. Denn dies ist der Standort des römischen Legionslagers Vetera und die Aussicht ging damals in das unheimliche und dunkle Germanien, wo vor kurzem die Legionen des Varus ausgelöscht worden waren. Zwei der drei Varus-Legionen waren hier stationiert gewesen. Diese Katastrophe änderte die römische Politik an der Rheingrenze grundlegend. Die Eroberungspläne östlich des Rheins wurden aufgegeben und wenn man genau hinschaut, kann man die Auswirkungen bis heute sehen.

Als größtes Legionslager des römischen Reiches war es strategisch klug angelegt. Damals lag nämlich genau auf der anderen Rheinseite die Lippemündung. Verkehrstechnisch war das etwa so wie heute das Kamener Kreuz oder der Kölner Hauptbahnhof. Diese Anhöhe musste also besonders gut gesichert werden. Zwei Legionen hatten hier ihre Unterkünfte und schützten den Frieden des Römischen Reiches. Um das Lager herum hatte sich eine geschäftige Siedlung gebildet und die große Römerstraße zur Nordsee lief daran vorbei. So konnten Waren aus aller Welt bestaunt werden. Von den großartigen geschäftlichen Möglichkeiten zeugt noch das größte römische Grabmal in Köln. Lucius Poblicius hatte es in Auftrag gegeben, ein Veteran aus Vetera hier am Niederrhein. Sein jähes Ende fand das Lager dann in den Bürgerkriegswirren nach dem Tode Neros. 69 n. Chr. wurde es nach einer Belagerung durch die Aufständischen Bataver, die im Raum Nimwegen lebten, bis auf die Grundmauern abgebrannt und an dieser Stelle nie mehr aufgebaut.

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