Dem kleinen Ort Sonsbeck, der heute als kleinste Gemeinde im Kreis Wesel so beschaulich und idyllisch daliegt, sieht man seinen weitreichenden Einfluss kaum an. Ein Einfluss, der bis auf unseren Teller reicht.

Der kunstvoll gestaltete Schweinemarktbrunnen am Rathaus – übrigens der größte seiner Art in Nordwestdeutschland - gibt deutliche Hinweise, erinnert aber vielmehr an die "gute alte Zeit", als noch unter Gegrunze und Gequieke der tatsächlich anwesenden Sauen und Ferkel per Handschlag über ihr Schicksal entschieden wurde. Der letzte Ferkelmarkt vor Ort fand 1995 statt, doch aus dem Schweinemarkt zu Sonsbeck entwickelte sich ein Handelszentrum mit überregionaler Bedeutung. Heute ist Sonsbeck Sitz der in 2013 entstandenen "Schweinevermarktung Rheinland w.V.", von der aus die Schweinepreise für die Region festgelegt werden.

Doch nicht nur das, was auf den Teller kommt, sondern den Teller selber konnte man in Sonsbeck gut vermarkten. Zwischen Mitte des 17. und Anfang des 20. Jahrhunderts stellten rund 90 Töpfereien vor allem Gebrauchskeramik, aber auch andere Waren wie Kacheln oder Prunkschüsseln her.

Die überregionale Bedeutung Sonsbecks in früheren Zeiten zeigt sich auch daran, dass der Ort bis zur Zeit der napoleonischen Besatzung die Stadtrechte besaß, und zwar schon seit 1320. Die Klever Grafen und Herzöge waren an einer wehrhaften Anlage interessiert, und so entstand die befestigte Stadt Sonsbeck im Süden des Grafensitzes, umgeben von einen Stadtmauer mit bewachten Toren. Man erkennt auch jetzt noch den streng rechtwinkligen Grundriss, obwohl Sonsbeck 1945 in den Gefechten von Alliierten und Deutschen fast in Gesamtheit zerstört wurde. Denn den spätmittelalterlichen Grundriss hat man beim Wiederaufbau wieder aufgegriffen. Sonsbeck heißt heute seine Besucher mit vielen Sehenswürdigkeiten herzlich willkommen.

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Schweinemarkt

Sonsbeck – Das Handelszentrum der Region oder... was hat das Schnitzel mit Sonsbeck zu tun?

Dem kleinen Ort Sonsbeck, der heute als kleinste Gemeinde im Kreis Wesel so beschaulich und idyllisch daliegt, sieht man seinen weitreichenden Einfluss kaum an. Ein Einfluss, der bis auf unseren Teller reicht.

Der kunstvoll gestaltete Schweinemarktbrunnen am Rathaus – übrigens der größte seiner Art in Nordwestdeutschland - gibt deutliche Hinweise, erinnert aber vielmehr an die "gute alte Zeit", als noch unter Gegrunze und Gequieke der tatsächlich anwesenden Sauen und Ferkel per Handschlag über ihr Schicksal entschieden wurde. Der letzte Ferkelmarkt vor Ort fand 1995 statt, doch aus dem Schweinemarkt zu Sonsbeck entwickelte sich ein Handelszentrum mit überregionaler Bedeutung. Heute ist Sonsbeck Sitz der in 2013 entstandenen "Schweinevermarktung Rheinland w.V.", von der aus die Schweinepreise für die Region festgelegt werden.

Doch nicht nur das, was auf den Teller kommt, sondern den Teller selber konnte man in Sonsbeck gut vermarkten. Zwischen Mitte des 17. und Anfang des 20. Jahrhunderts stellten rund 90 Töpfereien vor allem Gebrauchskeramik, aber auch andere Waren wie Kacheln oder Prunkschüsseln her.

Die überregionale Bedeutung Sonsbecks in früheren Zeiten zeigt sich auch daran, dass der Ort bis zur Zeit der napoleonischen Besatzung die Stadtrechte besaß, und zwar schon seit 1320. Die Klever Grafen und Herzöge waren an einer wehrhaften Anlage interessiert, und so entstand die befestigte Stadt Sonsbeck im Süden des Grafensitzes, umgeben von einen Stadtmauer mit bewachten Toren. Man erkennt auch jetzt noch den streng rechtwinkligen Grundriss, obwohl Sonsbeck 1945 in den Gefechten von Alliierten und Deutschen fast in Gesamtheit zerstört wurde. Denn den spätmittelalterlichen Grundriss hat man beim Wiederaufbau wieder aufgegriffen. Sonsbeck heißt heute seine Besucher mit vielen Sehenswürdigkeiten herzlich willkommen.

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