Falls Sie bisher dachten, am Flughafen Weeze flögen vor allem Menschen in Flugzeugen, dann liegen Sie falsch. Denn in Wirklichkeit fliegen hier vor allem Bienen! Und zwar zig Tausende. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit. Dann müssten sie hier eigentlich einige zu Gesicht bekommen. Viele Bienenvölker schwärmen nämlich täglich vom Bienenhaus am Flughafen aus und sammeln im Umkreis von etwa 5.000 ha Nektar für den Airport-Honig. Airport Honig? Ja sie haben richtig gehört. Und bevor Sie fragen, ja, man kann den Honig sehr gut essen. Tatsächlich ist es vielleicht der am strengsten kontrollierte Honig überhaupt. Denn der Honig an sich ist ein Kontrollprodukt, ein Schadstoffmesser. Wie das funktioniert? Also, Sie kennen ja die Geschichte mit den Bienchen und den Blümchen. Bienen sammeln Nektar und Pollen von Blüten und lagern beides im Bienenstock. Der Nektar wird zu Honig eingedickt, der dann genau wie der Pollen den Bienen und ihren Larven als Nahrung dient. Und beim Sammeln des Pollens bestäuben sie praktischerweise die Blüten der Pflanzen und sorgen so für deren Fortpflanzung. Vom Fleiß der Bienen profitieren wir also doppelt, und hier sogar dreifach. Denn Schadstoffe aus Luft, Boden und Wasser lagern sich in den hiesigen Pflanzen ab, und die Bienen nehmen diese mit dem gesammelten Nektar auf. Durch die Analyse des Honigs und der Pollen lassen sich Erkenntnisse über die Schadstoffbelastung der Gebiete gewinnen, die Bienen auf ihren Nahrungsflügen besuchen. Und die ist am Flughafen erfreulich niedrig. Alle ermittelten Werte liegen weit unter den von der EU empfohlenen Richtwerten, viele Schadstoffe liegen sogar unterhalb der Nachweisgrenze. Dieses Biomonitoring betreibt der Flughafen seit 2006. Es hat sich als genial einfache und zuverlässige Methode erwiesen, um die gesamten 620 ha des Flughafengeländes zu kontrollieren. Dass das Kontrollprodukt außerdem so wunderbar cremig-süß und aromatisch schmeckt, ist ein willkommener Mehrwert.

Zurück

Flughafen

Die fleißigen Helfer vom Flughafen

Falls Sie bisher dachten, am Flughafen Weeze flögen vor allem Menschen in Flugzeugen, dann liegen Sie falsch. Denn in Wirklichkeit fliegen hier vor allem Bienen! Und zwar zig Tausende. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit. Dann müssten sie hier eigentlich einige zu Gesicht bekommen. Viele Bienenvölker schwärmen nämlich täglich vom Bienenhaus am Flughafen aus und sammeln im Umkreis von etwa 5.000 ha Nektar für den Airport-Honig. Airport Honig? Ja sie haben richtig gehört. Und bevor Sie fragen, ja, man kann den Honig sehr gut essen. Tatsächlich ist es vielleicht der am strengsten kontrollierte Honig überhaupt. Denn der Honig an sich ist ein Kontrollprodukt, ein Schadstoffmesser. Wie das funktioniert? Also, Sie kennen ja die Geschichte mit den Bienchen und den Blümchen. Bienen sammeln Nektar und Pollen von Blüten und lagern beides im Bienenstock. Der Nektar wird zu Honig eingedickt, der dann genau wie der Pollen den Bienen und ihren Larven als Nahrung dient. Und beim Sammeln des Pollens bestäuben sie praktischerweise die Blüten der Pflanzen und sorgen so für deren Fortpflanzung. Vom Fleiß der Bienen profitieren wir also doppelt, und hier sogar dreifach. Denn Schadstoffe aus Luft, Boden und Wasser lagern sich in den hiesigen Pflanzen ab, und die Bienen nehmen diese mit dem gesammelten Nektar auf. Durch die Analyse des Honigs und der Pollen lassen sich Erkenntnisse über die Schadstoffbelastung der Gebiete gewinnen, die Bienen auf ihren Nahrungsflügen besuchen. Und die ist am Flughafen erfreulich niedrig. Alle ermittelten Werte liegen weit unter den von der EU empfohlenen Richtwerten, viele Schadstoffe liegen sogar unterhalb der Nachweisgrenze. Dieses Biomonitoring betreibt der Flughafen seit 2006. Es hat sich als genial einfache und zuverlässige Methode erwiesen, um die gesamten 620 ha des Flughafengeländes zu kontrollieren. Dass das Kontrollprodukt außerdem so wunderbar cremig-süß und aromatisch schmeckt, ist ein willkommener Mehrwert.

Zur Übersicht Nächste Seite Zur Karte