Die Aussicht auf den ruhig dahin fließenden Rhein, der weite Himmel, vielleicht ein Schiff – es könnte alles so idyllisch sein, wäre da nicht ein großes Kreuz, das uns daran erinnert, dass dieser Ort einmal alles andere als friedlich war. Das Monument, das der Voerder Künstler Julius Seifert 1995 geschaffen hat, gilt dem Gedenken an den Rheinübergang der Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs und an die vielen Opfer, die dieses historische Ereignis forderte. Im März 1945 kämpften die Truppen der Wehrmacht hier bereits auf so gut wie verlorenem Posten. Neun Monate zuvor hatte die Landung der Alliierten in der Normandie den Anfang vom Ende des Krieges und der deutschen Niederlage eingeläutet. Inzwischen hatten sich die amerikanischen, kanadischen und britischen Truppen bis an den Rhein vorgearbeitet. Gerade erst hatte es durch schwerste Panzergefechte um den Klever Reichswald auf beiden Seiten große Verluste gegeben. Am 10. März sprengten die Deutschen bei Büderich den letzten, verbliebenen Brückenkopf und  mussten den gesamten linken Niederrhein aufgeben. Die Alliierten bereiteten nun die Rheinüberquerung vor. Sie begannen Behelfsbrücken zu bauen, vernebelten mit Nebelmaschinen die Sicht auf das linke Rheinufer und bombardierten die rechtsrheinischen Gebiete aus der Luft.  Am Abend des 23. März startete dann unter dem Codenamen „Plunder“ die Großoffensive der Alliierten. 250.000 britische, kanadische und amerikanische Kampftruppen setzten mit Schwimmpanzern, Schlauchbooten und  Behelfsbrücken an mehreren Stellen über. Innerhalb von Stunden errichteten sie rund 20 dieser schwimmenden Brücken, bei Wesel sogar eine Eisenbahnbrücke. Am nächsten Tag bekamen sie außerdem gewaltige Hilfe aus der Luft. Winston Churchill war eigens aus London gekommen, um Zeuge des größten Luftlandemanövers der Geschichte zu sein. Der Erfolg dieser gewaltigen Operation ebnete den Alliierten den Weg zum Sieg. Denn von dort konnten sie schnell das Ruhrgebiet einkesseln und die letzte große Schlacht des Zweiten Weltkriegs für sich entscheiden. 

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Das Deichkreuz Ork

Ein Kreuz gegen das Vergessen

Die Aussicht auf den ruhig dahin fließenden Rhein, der weite Himmel, vielleicht ein Schiff – es könnte alles so idyllisch sein, wäre da nicht ein großes Kreuz, das uns daran erinnert, dass dieser Ort einmal alles andere als friedlich war. Das Monument, das der Voerder Künstler Julius Seifert 1995 geschaffen hat, gilt dem Gedenken an den Rheinübergang der Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs und an die vielen Opfer, die dieses historische Ereignis forderte. Im März 1945 kämpften die Truppen der Wehrmacht hier bereits auf so gut wie verlorenem Posten. Neun Monate zuvor hatte die Landung der Alliierten in der Normandie den Anfang vom Ende des Krieges und der deutschen Niederlage eingeläutet. Inzwischen hatten sich die amerikanischen, kanadischen und britischen Truppen bis an den Rhein vorgearbeitet. Gerade erst hatte es durch schwerste Panzergefechte um den Klever Reichswald auf beiden Seiten große Verluste gegeben. Am 10. März sprengten die Deutschen bei Büderich den letzten, verbliebenen Brückenkopf und  mussten den gesamten linken Niederrhein aufgeben. Die Alliierten bereiteten nun die Rheinüberquerung vor. Sie begannen Behelfsbrücken zu bauen, vernebelten mit Nebelmaschinen die Sicht auf das linke Rheinufer und bombardierten die rechtsrheinischen Gebiete aus der Luft.  Am Abend des 23. März startete dann unter dem Codenamen „Plunder“ die Großoffensive der Alliierten. 250.000 britische, kanadische und amerikanische Kampftruppen setzten mit Schwimmpanzern, Schlauchbooten und  Behelfsbrücken an mehreren Stellen über. Innerhalb von Stunden errichteten sie rund 20 dieser schwimmenden Brücken, bei Wesel sogar eine Eisenbahnbrücke. Am nächsten Tag bekamen sie außerdem gewaltige Hilfe aus der Luft. Winston Churchill war eigens aus London gekommen, um Zeuge des größten Luftlandemanövers der Geschichte zu sein. Der Erfolg dieser gewaltigen Operation ebnete den Alliierten den Weg zum Sieg. Denn von dort konnten sie schnell das Ruhrgebiet einkesseln und die letzte große Schlacht des Zweiten Weltkriegs für sich entscheiden. 

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