Was wir hier sehen, ist eine Art Second-Hand-Landschaft, vor wenigen Jahren entstanden auf alten Kies-Abbauflächen. Und wir sehen auch, warum der Standort für den Kiesabbau  so günstig war: von unserer Anhöhe aus blicken wir auf die tieferliegenden, ehemaligen Abbauflächen, die bereits renaturiert wurden. Ursprünglich war das Geländeniveau dort ebenso hoch wie hier. Kies und Sand lagen quasi auf dem Silbertablett und konnten einfach mit großen Baggern als Trockenabgrabung abgebaut werden. Anders als bei einer Nassabgrabung, bei der der Grundwasserspiegel freigelegt wird, entstanden daher hier keine Baggerseen.
Diese riesigen Sand- und Kiesflächen waren ein Geschenk des letzten Eiszeitalters. Damals, vor hunderttausenden von Jahren, flossen Rhein, Niers und Maas nicht geordnet an einem Platz, sondern bildeten wilde Flusssysteme, in denen sich das Wasser immer wieder neue Wege suchte. Dabei wurden hier große Massen Kies und Sand zu immer neuen Sandbänken abgelagert. Mit dem Ende der letzten Eiszeit, vor ca. 10.000 Jahren, änderte sich das Abflussverhalten der Flüsse. Sie begannen zu mäandrieren, also in weiten Bögen durch die Niederrheinische Landschaft zu fließen und gestalteten diese weiter um. Teilweise trugen sie nun wieder fort, was sie in all den Jahrtausenden zuvor hier abgelagert hatten und schufen Auen und weite Niederungen. Zurück blieb die sogenannte „Terasseninsel Hees“, die die begehrten Rohstoffe bereithielt, und auf der Sie nun stehen.
Die Abbruchkanten, die die Bagger hier hinterlassen haben, zeigen, wie hoch hier der Sand lag und lassen uns erahnen, welche Urgewalten einst hier am Werk waren.

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Bagger als Geschichtslehrer

Was wir hier sehen, ist eine Art Second-Hand-Landschaft, vor wenigen Jahren entstanden auf alten Kies-Abbauflächen. Und wir sehen auch, warum der Standort für den Kiesabbau  so günstig war: von unserer Anhöhe aus blicken wir auf die tieferliegenden, ehemaligen Abbauflächen, die bereits renaturiert wurden. Ursprünglich war das Geländeniveau dort ebenso hoch wie hier. Kies und Sand lagen quasi auf dem Silbertablett und konnten einfach mit großen Baggern als Trockenabgrabung abgebaut werden. Anders als bei einer Nassabgrabung, bei der der Grundwasserspiegel freigelegt wird, entstanden daher hier keine Baggerseen.
Diese riesigen Sand- und Kiesflächen waren ein Geschenk des letzten Eiszeitalters. Damals, vor hunderttausenden von Jahren, flossen Rhein, Niers und Maas nicht geordnet an einem Platz, sondern bildeten wilde Flusssysteme, in denen sich das Wasser immer wieder neue Wege suchte. Dabei wurden hier große Massen Kies und Sand zu immer neuen Sandbänken abgelagert. Mit dem Ende der letzten Eiszeit, vor ca. 10.000 Jahren, änderte sich das Abflussverhalten der Flüsse. Sie begannen zu mäandrieren, also in weiten Bögen durch die Niederrheinische Landschaft zu fließen und gestalteten diese weiter um. Teilweise trugen sie nun wieder fort, was sie in all den Jahrtausenden zuvor hier abgelagert hatten und schufen Auen und weite Niederungen. Zurück blieb die sogenannte „Terasseninsel Hees“, die die begehrten Rohstoffe bereithielt, und auf der Sie nun stehen.
Die Abbruchkanten, die die Bagger hier hinterlassen haben, zeigen, wie hoch hier der Sand lag und lassen uns erahnen, welche Urgewalten einst hier am Werk waren.

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