Schauen wir heute über den Baaler Bruch, sehen wir eine landwirtschaftlich genutzte Fläche. Das sollte man nach dem Namen nicht erwarten, denn Bruch bezeichnet eine feuchte Gegend. Sogar sehr feucht – mit Morasten und stehendem Wasser. Vielleicht langsam fließende Bäche und auf jeden Fall feuchtigkeitsliebende Pflanzen wie etwa Erlen. Das ist am Niederrhein ziemlich häufig, gehörte das flache Land doch oft irgendwann einmal zum Rhein und seinen Nebenarmen. Landwirtschaftlich ist ein solches Gebiet nicht zu nutzen. Deshalb wurden nach und nach diese Brüche trockengelegt, um die wachsende Bevölkerung versorgen zu können. Der Baaler Bruch muss ziemlich unwirtlich gewesen sein, denn er hat sich lange gewehrt. Die ersten Versuche zur Trockenlegung begannen schon im Mittelalter, waren aber nicht besonders erfolgreich. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelang es, Gräben zu ziehen, durch die die Bruchlandschaft entwässert wurde. Diese Knochenarbeit wurde zum guten Teil von den im Petrusheim caritativ betreuten Obdachlosen geleistet, die sich damit ihren Unterhalt verdienten. Noch heute sind die Gräben zu sehen, die aus dem nicht nutzbaren Morast fruchtbares Ackerland machten. Damit ist der Baaler Bruch kein Einzelfall. Gräben sind aus der Kulturlandschaft des Niederrheins nicht wegzudenken. Sie sind vielleicht nicht spektakulär und werden deshalb oft übersehen, machen die Region aber zu dem, was sie heute ist. Ab 2018 stehen hier auch Windkrafträder. Auch sie sind inzwischen – genau wie die Gräben - aus der Niederrheinlandschaft nicht mehr wegzudenken.

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Baaler Bruch

Ein Stück niederrheinische Geschichte

Schauen wir heute über den Baaler Bruch, sehen wir eine landwirtschaftlich genutzte Fläche. Das sollte man nach dem Namen nicht erwarten, denn Bruch bezeichnet eine feuchte Gegend. Sogar sehr feucht – mit Morasten und stehendem Wasser. Vielleicht langsam fließende Bäche und auf jeden Fall feuchtigkeitsliebende Pflanzen wie etwa Erlen. Das ist am Niederrhein ziemlich häufig, gehörte das flache Land doch oft irgendwann einmal zum Rhein und seinen Nebenarmen. Landwirtschaftlich ist ein solches Gebiet nicht zu nutzen. Deshalb wurden nach und nach diese Brüche trockengelegt, um die wachsende Bevölkerung versorgen zu können. Der Baaler Bruch muss ziemlich unwirtlich gewesen sein, denn er hat sich lange gewehrt. Die ersten Versuche zur Trockenlegung begannen schon im Mittelalter, waren aber nicht besonders erfolgreich. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelang es, Gräben zu ziehen, durch die die Bruchlandschaft entwässert wurde. Diese Knochenarbeit wurde zum guten Teil von den im Petrusheim caritativ betreuten Obdachlosen geleistet, die sich damit ihren Unterhalt verdienten. Noch heute sind die Gräben zu sehen, die aus dem nicht nutzbaren Morast fruchtbares Ackerland machten. Damit ist der Baaler Bruch kein Einzelfall. Gräben sind aus der Kulturlandschaft des Niederrheins nicht wegzudenken. Sie sind vielleicht nicht spektakulär und werden deshalb oft übersehen, machen die Region aber zu dem, was sie heute ist. Ab 2018 stehen hier auch Windkrafträder. Auch sie sind inzwischen – genau wie die Gräben - aus der Niederrheinlandschaft nicht mehr wegzudenken.

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