Dieser Deich ist schon 200 Jahre alt.

Das ist ziemlich alt für einen Deich.

Er hat die Menschen immer gut vor Hochwasser geschützt.

Und er hat die Dörfer verbunden.

Die Postboten konnten so überall die Post hinbringen.

Deshalb heißt der Deich „Post-Deich“.

Heute ist der Deich aus einem anderen Grund wichtig.

Hier gibt es nämlich sehr viele Blumen und Kräuter.

Von den Blüten ernähren sich viele Insekten.

Und die Insekten sind dann Futter für Vögel und andere Tiere.

In der Natur hängt alles zusammen.

Leider gibt es heute nicht mehr viele Blumen-Wiesen.

Wir benutzen zu viel Land für Städte und Straßen.

Aber hier auf dem Post-Deich wollen die Menschen die Blumen-Wiesen erhalten.

Sie mähen die Blumen nicht einfach ab.

Sondern sie lassen Schafe hier weiden.

Die Schafe lassen den Blumen genug Zeit zum Blühen.

Das freut die Insekten und  hilft der Natur.

Und es sieht toll aus.

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Der Post-Deich

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Man denkt immer: ein Vogelnest ist auf einem Baum.

Aber das stimmt nur manchmal.

Viele Vögel legen ihre Eier auch am Boden.

Zum Beispiel Watvögel.

Die laufen mit ihren Beinen durch flaches Wasser oder durch Schlick.

Das nennt man waten. Darum der Name Watvogel.

Mit ihren langen Schnäbeln stochern sie im Boden nach Würmern.

Dafür muss der Boden feucht und weich sein.

Manchmal brüten Watvögel hier auf einer Weide.

Zum Beispiel der Kiebitz oder der Rotschenkel.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass es Orte gibt, wo die Watvögel geschützt sind.

Wo die Vögel ihre Ruhe haben und genügend Nahrung finden.

Hier ist so ein Ort.

Die Bislicher Insel ist ein Paradies für viele Vögel.

Sie heißt so, weil sie ganz früher wirklich eine Insel war

Das ganze Gebiet wurde immer wieder überflutet.

Die Watvögel und viele andere Vögel lieben das viele Wasser hier.

Und wir können sie toll vom Weg aus beobachten.

Ohne sie zu stören.

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Die Bislicher-Insel

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Wein macht man ja aus Trauben.

Und die Trauben brauchen viel Sonne.

Deshalb kommt guter Wein aus dem Süden.

Aus Süd-Deutschland, Frankreich oder Spanien.

Früher hat man auch hier am Niederrhein Wein angebaut.

Obwohl es etwas kalt war für die Trauben.

Das war kein besonders guter Wein.

Er war ziemlich sauer.

Die Menschen haben Honig zum Süßen in den Wein gegeben.

Nur so konnten sie ihn trinken.

Die Menschen hatten Wein durch die Römer kennen gelernt.

Und seitdem haben sie ihn gerne getrunken.

Wein war sehr wichtig.

Die Menschen haben viel mit Wein gehandelt.

Darum haben sie ihn auch selber angebaut.

Heute ist das Klima milder als früher.

Das liegt am Klima-Wandel.

Vielleicht baut man auch bei uns bald guten Wein an.

Einen Wein der nicht zu sauer ist. 

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Weinbau

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Hier auf dem Deich wachsen Gras und verschiedene Blumen.

Da muss man ab und zu mal mähen.

Sonst wächst alles zu hoch.

Es ist aber schwierig, einen Deich zu mähen.

Zum Glück gibt es Schafe.

Schafe sind super Rasen-Mäher.

Sie fressen das Gras schön kurz.

Schafe treten auch das Gras und den Boden fest.

Das ist sehr wichtig für den Deich.

Damit der Deich gut hält.

Wenn der Boden zu locker ist, kann der Deich leicht brechen.

Der Deich soll aber vor Hochwasser vom Rhein schützen.

Schafe sind also sehr nützlich.

Die Menschen halten schon seit 5000 Jahren Schafe.

Wegen ihrer Wolle.

Wegen ihrem Fleisch, ihrer Milch, und aus vielen anderen Gründen.

Die Blumen auf dem Deich locken viele Insekten an.

Das ist gut für die Natur.

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Schafe

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Dünen kennen wir vom Strand am Meer.

Große Hügel aus Sand.

Zum Beispiel an der Nordsee.

Oder auch in der Wüste.

Aber hier?

Hier gibt es doch sicher keine Dünen?

Doch, die gibt es.

Wir können sie nur nicht so gut erkennen.

Denn auf den Dünen hier wachsen Bäume.

Hier am Wald, wo es hoch geht, fangen die Dünen an.

Aber wieso gibt es hier Dünen?

Das liegt an der Eiszeit.

Die war vor sehr langer Zeit.

Da war die Landschaft hier noch ganz wild.

Es gab ein breites Fluss-Tal.

Der kalte Wind wehte über das Tal.

Er wirbelte viel Sand hoch.

Und der Sand lagerte sich am Rand ab.

Und das sind unsere Dünen.

Heute ist der Fluss längst nicht mehr so breit wie damals.

Und er ist weit, weit weg von hier.

Heute nennt man ihn...

Richtig, heute nennt man ihn „Rhein“.

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Dünen aus der Eis-Zeit

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Ältere Häuser haben oft Mauern aus Ziegeln.

Sie sind aus Ton, also aus einer Art von Erde.

Der Ton kommt in eine eckige Form, und dann in einen Ofen.

Dort wird er gebrannt.

Eigentlich wie ein Brot in einem Kasten.

Dann kann man die Form wegnehmen.

Und hat einen harten Ziegel.

Der Ziegel kann dann zum Bauen benutzt werden.

Früher haben die Menschen hier eigentlich alles aus Ziegeln gebaut.

Das war praktisch.

Denn hier gibt es wenig Steine.

Tonerde aber gibt es hier sehr viel im Boden.

Deshalb gab es auch viele Ziegeleien.

Dort hat man die Ziegel gemacht.

Den Ton hat man gleich in der Nähe aus der Erde geholt.

So entstanden Ton-Gruben, das sind sehr große Löcher.

Hier die Straße heißt Ziegelei-Weg.

Hier stand früher auch eine Ziegelei.

Da haben viele Menschen gearbeitet.

Heute gibt es nur noch wenig Ziegeleien.

Aber die alten Ton-Gruben gibt es in vielen Fällen noch.

Da ist jetzt ein Teich.

Da leben jetzt viele Pflanzen und Tiere.

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Gebackene Steine

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Man sieht hier immer wieder Bäume mit einer besonderen Form.

Sie haben einen 2 Meter hohen Stamm.

Und darüber wird der Baum ganz knubbelig.

Dort wachsen die Äste rundherum.

Das sieht aus wie ein Kopf mit abstehenden Haaren.

Deshalb nennt man diese Bäume „Kopf-Bäume“.

Die Äste müssen alle paar Jahre abgeschnitten werden.

Dann wachsen sie wieder neu.

Dadurch bekommt der Kopfbaum seine besondere Form.

Aber warum schneidet man die Äste ab?

Früher haben die Menschen das Holz für viele Dinge gebraucht.

Zum Beispiel für Werkzeug.

Oder  zum Heizen.

Heute brauchen die Menschen keine Kopfbäume mehr.

Sie kaufen ihr Werkzeug einfach im Baumarkt.

Deshalb gibt es heute viel weniger Kopfbäume als früher.

Aber die Kopfbäume sind ein wichtiger Lebensraum für Tiere.

Sie haben oft Höhlen.

Dort lebt zum Beispiel der Steinkauz, eine kleine Eule.

Tiere wie der Steinkauz brauchen die Kopfbäume.

Jeder einzelne Baum ist wichtig.

Deshalb will man die Kopfbäume erhalten.

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Der Kopfbaum

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Blühende Obst-Bäume gehören zum Frühling.

Früher hatte jeder Bauernhof eine Wiese mit Obstbäumen.

Denn Obst kaufen war teuer.

Da war es gut, dass man es selbst ernten konnte.

Auch wenn das viel Arbeit war.

Und die Obstbäume sind auch wichtig für viele Tiere.

Oft haben die alten Bäume Höhlen oder Spalten.

Die Höhlen sind ein wichtiger Lebensraum.

Zum Beispiel für den Steinkauz, das ist eine kleine Eule.

Und in den Spalten leben viele Insekten.

Heute gibt es meistens Obst-Plantagen.

Dafür pflanzt man viele Bäume in einer geraden Reihe.

Da kann man das Obst leichter ernten.

Und man kann Obst das ganze Jahr über im Supermarkt kaufen.

Denn es kommt oft aus anderen Ländern zu uns.

Deshalb gibt es bei uns nicht mehr so viele alte Obstwiesen.

Für die Tiere, die in den Bäumen leben, ist das schlecht.

Deshalb bemühen sich die Menschen heute, die alten Obstwiesen zu erhalten.

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Unsere Obstwiesen

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Der Fluss, der unter dieser Brücke fließt, ist die Niers.

Schauen Sie mal ins Wasser.

Sehen Sie die vielen Pflanzen darin?

Das ist ein gutes Zeichen.

Die Pflanzen zeigen: dem Fluss geht es gut.

Das Wasser ist sauber.

Hier gibt es viel Leben.

Das ist sehr erfreulich, denn das war nicht immer so.

Vor 100 Jahren war das Wasser in der Niers sehr dreckig.

Alle Abwässer wurden einfach in den Fluss geleitet.

Das dreckige Wasser aus den Toiletten.

Und das giftige Wasser aus den Fabriken.

Da konnten keine Tiere und Pflanzen in der Niers leben.

Und auch für die Menschen war das Wasser sehr ungesund.

Zum Glück wurden dann Klär-Werke erfunden.

Die Klär-Werke machen das dreckige Wasser wieder sauber.

Heute leben hier viele kleine Tiere, wie Krebse oder Muscheln.

Und es gibt viele verschiedene Fische.

Das ist gut für die Natur.

Und für uns Menschen ist es auch viel schöner.

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Die Niers

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Wir sehen hier eine lange Reihe von Bäumen – eine Allee.

Die Bäume heißen „Eichen“.

Eichen werden sehr alt.

Und sie waren immer sehr wichtig für die Menschen.

Vielleicht haben Sie zu Hause ein Möbel-Stück aus Eichen-Holz.

Das Holz von der Eiche ist nämlich sehr hart und haltbar.

Früher hat man damit viel gebaut.

Es gab  ganze Häuser, oder Brücken, oder Schiffe aus Eichen-Holz..

Und nicht nur das Holz war wertvoll.

Auch die Früchte der Eichen waren sehr wichtig – die Eicheln.

Wir Menschen können Eicheln nicht so gut essen.

Das haben Menschen nur zur Not gemacht.

Aber viele Tiere lieben die Eicheln.

Zum Beispiel das EICH-Hörnchen.

Früher haben Menschen ihre Schweine in Wälder mit Eichen getrieben.

Da konnten die Schweine sich an den Eicheln satt fressen.

Das Fleisch von den Schweinen hat dann besonders lecker geschmeckt.

In den Eichen hier können Vögel gut brüten.

Und viele Tiere finden hier Futter.

Und uns schenken die Eichen viel Schatten.

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Die Eichenallee

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Hier am Deich wachsen viele bunte Blumen und Kräuter.

Schön, oder?

Und vor allem wichtig für die Natur.

Denn Insekten ernähren sich von den Blüten.

Und Vögel und andere Tiere fressen die Insekten.

In der Natur hängt alles zusammen.

Früher gab es viele bunte Blumen-Wiesen.

Heute sieht man sie leider nur noch selten.

Wir Menschen benutzen zu viel Land für Häuser und Straßen.

Gut, dass es hier so viele Deiche gibt.

Da wachsen noch öfter Blumen-Wiesen.

Ab und zu müssen die Wiesen am Deich gemäht werden.

Am besten machen das Schafe, so wie hier.

Die Schafe laufen langsam.

Sie lassen den Blumen genug Zeit zum Blühen.

Und die Schafe und die Blumen schützen auch den Deich.

Die Schafe treten das Gras schön fest.

Und die Blumen halten mit ihren Starken Wurzeln die Erde fest.

So geht der Deich auch bei einem Hochwasser nicht kaputt.

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Blütenreiche Deiche

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Ein Fluss wie der Rhein hat manchmal wenig Wasser.

Und manchmal sehr viel Wasser.

Hochwasser.

Dann breitet er sich aus.

Die Flächen neben dem Fluss sind dann überflutet.

Den Pflanzen und Tieren dort macht das nichts aus.

Sie vertragen das viele Wasser gut.

Sie sind daran gewöhnt.

Diese Flächen nennt man „Aue“.

Hier vor uns steht ein kleiner Auen-Wald.

Er ist etwas ganz Besonderes.

Denn solche Auen-Wälder sind heute selten.

Die Menschen haben die meisten Bäume aus den Auen-Wäldern gefällt.

Dann konnten dort Kühe weiden.

Oder sie haben Felder angelegt und Getreide angepflanzt.

Für die Pflanzen und die Tiere aus der Aue ist das sehr schlecht.

Sie finden keinen Raum mehr zum Leben.

Deshalb hat man hier den Auen-Wald neu gepflanzt.

Das war viel Arbeit.

Aber jetzt leben hier wieder viele Tiere.

Zum Beispiel Libellen, Fledermäuse und Vögel.

Da sieht man: die Arbeit hat sich gelohnt.

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Hartholz Auwälder

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Hier gibt es viele schöne Seen.

Fische leben hier und Vögel, Frösche und sogar der Biber.

Es gibt auch seltene Pflanzen.

Und für uns Menschen sind die Seen auch schön.

Man kann gut spazieren gehen.

Und an einer Stelle gibt es sogar ein Schwimm-Bad, das „Goch Ness“.

Aber die Seen gibt es noch gar nicht lange.

Früher waren hier einfach Felder.

 Hier lebten nur wenige Tiere.Aber wie kommen die Seen hier her?

Die Seen sind Bagger-Seen.

Das heißt, Menschen haben hier mit Baggern riesige Gruben gegraben.

Sie haben Sand abgebaut und Kies, also ganz kleine Steine.

Beides braucht man zum Bauen.

Und hier gibt es viel davon.

Beim Graben haben die Menschen das Grund-Wasser frei gelegt.

Das ist das Regen-Wasser, das sich in der Erde sammelt.

So sind hier die Seen entstanden.

Heute wird hier kein Sand und Kies mehr abgebaut.

Die Seen gehören jetzt der Natur.

Hier leben jetzt viele verschiedene Pflanzen und Tiere.

Die haben hier ein neues Zuhause gefunden.

Das ist gut.

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Renaturierung alter Baggerseen

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Hier um uns herum ist ein Natur-Paradies.

Es gibt einen Bach und kleine Teiche.

Es gibt feuchte Wiesen und viel Wald – zum Teil mit ganz nassem Boden.

Viele Tiere und Pflanzen brauchen genau solche Orte zum Leben.

Zum Beispiel Vögel.

Oder Frösche.

Oder seltene Libellen.

Sie können nicht auf Feldern leben.

Oder in einem Tannen-Wald.

Oder auf einer Wiese, die oft gemäht wird, und auf der viele Kühe weiden.

Deshalb ist dieses Natur-Schutzgebiet sehr wichtig.

Denn es gibt nur noch wenig feuchte Flächen.

Früher war an vielen Orten der Boden sehr feucht.

Aber immer wenn es ging, haben wir Menschen den Boden trockener gemacht.

Damit wir da dann Getreide anpflanzen können.

Hier ging das aber nicht.

Für die Natur ist das ein Glück.

Denn so gibt es hier immer noch dieses schöne Natur-Schutzgebiet.

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Natur-Schutzgebiet Moyländer Bruch

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Eine Kuh-Weide braucht eine Begrenzung.

Sonst laufen die Tiere davon.

Heute ist das meistens ein Zaun aus Stacheldraht.

Früher gab es noch keinen Stacheldraht.

Da hatten die Menschen eine gute Idee.

Sie pflanzten viele Sträucher in einer Reihe.

Das nennt man Hecke.

Die wuchsen dann einfach von selbst.

Meistens nahm man Sträucher mit spitzen Dornen.

Da wollte keine Kuh durchlaufen.

Und fressen wollten die Kühe die dornigen Sträucher auch nicht.

Die Menschen nutzten die Hecken für viele Dinge.

Sie nutzten das Holz.

Und sie aßen die Früchte.

Hecken haben dichte Wurzeln.

Dadurch bleibt der Boden unter den Hecken fest und rutscht nicht weg.

Und sie halten den Wind auf.

Das Beste an einer Hecke ist aber, dass viele kleine Tiere darin leben können.

Leider gibt es heute nicht mehr so viele Hecken.

Oft wurden sie durch Stacheldraht ersetzt.

Denn Hecken machen auch viel Arbeit.

Sie müssen regelmäßig geschnitten werden.

Nur dann bleiben sie dicht und die Kühe können nicht hindurch laufen.

Hier in der Region bemüht man sich, die Hecken wieder zu schneiden.

Manchmal pflanzt man auch wieder neue Hecken.

Das sieht schön aus.

Und die Tiere freuen sich.

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Die Hecken

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